Dreiste Autofahrer in Haltern versperren Rettungswege in Wälder - das kann teuer werden

rnRVR schlägt Alarm

Links und rechts entlang der Haard in Haltern blockieren derzeit immer öfter Autofahrer die Rettungswege zum Wald. Der RVR warnt vor den Folgen. Autofahrern droht nicht nur ein Knöllchen.

Haltern

, 31.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn man in den Wald fahren will und es geht nicht, weil jemand dreist die Einfahrt zugeparkt hat, dann ist das einfach eine Unsitte“, sagt Kersten Blaschczok, Ranger beim Regionalverband Ruhr (RVR). Seit Tagen parken Waldbesucher offenbar die Schranken zu den Rettungswegen entlang der Recklinghäuser und Halterner Straße zu. So haben es die RVR-Ranger beobachtet. Und das kann gefährlich werden.

„Zwar ist die Waldbrandgefahr im Moment eher gering, aber wenn mal ein Arbeitsunfall im Wald passiert, jemand einen Sportunfall oder einen Herzinfarkt hat, dann kommt man nicht mehr durch die Schranke“, so Blaschczok. „Da zählt jede Minute. Es gibt rund um die Haard 16 Wanderparkplätze, da muss man nicht so parken.“

„Diese Bequemlichkeit muss wirklich nicht sein“

Doch nicht nur in Notfällen sind die Falschparker ein Hindernis. Auch die Mitarbeiter des RVR kommen teilweise nicht mehr in den Wald. Dadurch würde der laufende Betrieb stark gestört, sagt Frederik Vollmer, Revierleiter beim RVR. „Gerade Holz-Lkw haben einen großen Schwenkbereich, der durch die parkenden Autos stark eingeschränkt wird und eine Durchfahrt nicht oder nur mit sehr großem Aufwand möglich ist.“

Dass entlang der Straße links und rechts derzeit immer wieder Autos die Schranken zuparken, könnte an Pilzsammlern liegen, die unterwegs sein könnten. Allerdings sei das nur eine Vermutung, so Blaschczok. „Diese Bequemlichkeit muss wirklich nicht sein.“ Und kann die Autofahrer auch teuer zu stehen kommen.

Dreisten Autofahrern droht Anzeige

„Die Falschparker haben ab sofort mit Kontrollen der Ordnungsämter der Stadt Marl und der Stadt Haltern zu rechnen“, so Frederik Vollmer. „Die Kosten für die Ordnungswidrigkeit liegen zwischen 15 bis 35 Euro je nach Situation. Im Zweifel werden die Autos auf Kosten des Halters abgeschleppt, wenn sie ein Verkehrshindernis darstellen.“ Auch Anzeigen sind möglich, so Kersten Blaschczok.

Um die Schranken noch mehr als Rettungswege kenntlich zu machen, will der RVR die Waldeingänge nun zu offiziell genehmigten Feuerwehrzufahrten umwandeln. „Die Beschilderung der Einfahrten erfolgt zum Jahreswechsel“, so Vollmer.

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