Der Einstieg gelingt Einbrechern häufig über ungesicherte Fenster oder Terrassentüren. © picture alliance / Silas Stein/d
Einbruchsdiebstahl

Einbrüche in Haltern: So schützen Sie sich vor ungebetenen Besuchern

Die dunkle Jahreszeit ist da, und auch die Sorge vor Einbrüchen im Schutz der Dunkelheit. Wie haben sich die Zahlen in den vergangenen Monaten in Haltern entwickelt? Und was rät die Polizei?

In 2020 waren die Einbruchszahlen für Haltern beinahe historisch niedrig: Insgesamt 26 Wohnungseinbrüche vermeldete das Polizeipräsidium Recklinghausen in seiner Jahresstatistik (wir berichteten). Das sei der niedrigste Wert seit zehn Jahren, so die Polizei. Insgesamt hatte es 58 Einbruchsdelikte gegeben, neben den Wohnungseinbrüchen waren die häufigsten Fälle Einbruchsdiebstähle in Büro- oder Werkstatträume. Im Vergleich dazu hatte es in Marl 2020 noch 115 Wohnungseinbrüche (2019: 136) gegeben. Kreisweit waren die Zahlen in dem Jahr zurückgegangen.

Doch in den vergangenen Monaten hatte es gefühlt wieder mehr Polizeimeldungen über Einbrüche gegeben. Zuletzt zwei am vergangenen Freitag. Die gelockerten Corona-Maßnahmen, die Urlaubszeit und die Rückkehr in die Büros gaben Einbrechern wieder mehr Chancen, auf unbewohnte Heime zu treffen.

Dazu hat auf Anfrage der Halterner Zeitung die Polizei Stellung bezogen: „Absolute Zahlen für 2021 können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen“, sagt Polizeisprecher Andreas Lesch und verweist auf die jährlich im März erscheinende Kriminalitätsstatistik. „Bisher bleiben aber sowohl die Delikte bei Wohnungs- als auch bei Gewerbe- oder Büroeinbrüchen auf dem Niveau des Vorjahres.“

Im Vergleich seien die Zahlen in Haltern auf sehr niedrigem Niveau. Seit dem Höchststand 2016, als die Polizei 183 Wohnungseinbruchsdiebstähle registrierte, seien die Zahlen in der Seestadt kontinuierlich gesunken.

Zu den Gründen könne man nur spekulieren, so der Polizeisprecher. „Der Lockdown im ersten Teil des Jahres, aber auch dauerhafte Homeoffice-Lösungen“, seien mögliche Ursachen. Auch in den Abendstunden hätten sich die Menschen coronabedingt häufiger zuhause aufgehalten. „Einbrecher scheuen in der Regel die Konfrontation“, und suchten die Häuser oder Wohnungen nur auf, wenn sie niemand darin vermuteten.

Sensibilisierung der Bevölkerung

Trotz der sinkenden Zahlen bleibt die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls ein erklärtes Ziel der Recklinghäuser Polizei. Sie will die Bevölkerung aber auch noch einmal sensibilisieren, ihr Zuhause besser technisch zu sichern. Andreas Lesch: „Der Einstieg geschieht in der Regel über das Fenster oder die Terrassentür, hier lässt sich zum Beispiel mit dem Einbau von Pilzkopfverriegelungen einfach nachrüsten.“ Man müsse bei solchen Sicherungen schon viel rohe Gewalt anwenden. Wichtig sei zudem, das Haus oder die Wohnung immer belebt aussehen zu lassen. „Runtergelassene Rollos am Morgen im Sommer könnten zum Beispiel eher ein Indiz für Abwesenheit sein.“

Soziale Kontrolle durch die Nachbarn sei auch ein wichtiger Punkt bei der Einbruchsprävention. „Sieht man unbekannte Personen, die sich im Wohngebiet aufhalten und einen verdächtigen Eindruck machen, kann man uns gerne unter 110 anrufen“, so Andreas Lesch.

Zum Einbruchsschutz sind die Experten des Kommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz in Dorsten Ansprechpartner für individuelle, kostenlose und unverbindliche Beratung. Termine können unter der Telefonnummer (02361) 55-3344 vereinbart werden.

Weitere Informationen zur Polizeilichen Kriminalprävention finden Sie auch im Netz unter www.k-einbruch.de sowie unter polizei.nrw/artikel/riegel-vor-sicher-ist-sicherer.

Über die Autorin
Redakteurin
Vor mehr als zwanzig Jahren über ein Praktikum zum Journalismus gekommen und geblieben. Seit über zehn Jahren bei Lensing Media, die meiste Zeit davon als Redakteurin in der Nachrichten- und Onlineredaktion in Dortmund. In Haltern seit September 2019.
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Ilka Bärwald

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