Meinung

Eine Steuerabgabe nur für Hunde ist ungerecht

Hundehalter in den meisten Städten, so auch in Haltern, zahlen pro Hund einen Betrag an die Stadt - die Hundesteuer. Aber warum muss für Hunde gezahlt werden, für Pferde und Katzen aber nicht?
Für Hunde sind Steuern fällig, für Katzen nicht. © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Einen oder gar mehrere Hunde zu halten, ist nicht billig. Zu den Kosten für das Futter, eventuelle Versicherungen und Tierarztrechnungen kommt noch die Hundesteuer hinzu. In Haltern sind das pro Hund mindestens 96 Euro, hält man mehr als einen, wird es noch teurer. Die Stadt bewegt sich damit im Mittelfeld, in einigen Städten wird mehr, in anderen aber auch weniger eingenommen. In manchen Gemeinden wird das Halten von gefährlichen Hunden sogar noch extra besteuert. Doch warum werden nur Hundebesitzer von den Städten und Gemeinden in die Pflicht genommen? Tatsächlich gibt es Gemeinden in Deutschland, die eine Pferdesteuer erheben. Auch eine Katzensteuer ist immer wieder in der Diskussion, aber schwierig umzusetzen.

Früher galt die Haltung eines Tieres, insbesondere eines Hundes nur als „Haustier“ als Luxus und wurde deshalb besteuert. Doch heutzutage ist das nur noch in Ausnahmefällen so. Katzen sind in erster Linie ebensolche Mitbewohner geworden wie Hunde – ohne die Aufgabe, Mäuse zu fangen. Und Pferde werden eher zu sportlichen Zwecken gehalten als für den Transport oder die Landwirtschaft. Daher wäre es eine Überlegung wert, alle nicht als „gefährlich“ eingestuften Hunde mit Pferden und Katzen gleichzustellen und für sie ebenfalls keine Steuern zahlen zu lassen. Der Gerechtigkeit zuliebe. Manche Städte gehen bereits dazu über, für Tierheim-Hunde keine Steuern einzuziehen – ein guter Anfang, finde ich.