Eltern aus Hullern wollen Konflikt in der Kita „Hand in Hand“ lösen

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Eltern aus Hullern haben eine Solidaritäts-Aktion für den katholischen Kindergarten in Hullern gestartet. In einer Stellungnahme sprechen sie von einem „enormen Druck“.

Haltern

, 29.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Eltern aus Hullern haben eine Solidaritäts-Aktion für den katholischen Kindergarten gestartet. An der Einrichtung und an Häusern hängen Plakate mit dem Schriftzug „Hand in Hand mit unserem Kindergarten St. Andreas Hullern“. Das ist die Antwort auf einen Konflikt, der seit Dezember ausgetragen wird. Eltern hatten den Vorwurf erhoben, es habe sexuelle Übergriffe in der Kita gegeben und der Kindergarten habe darauf nicht entsprechend reagiert. Eine Elternschaft schreibt in einer Stellungnahme von einer „Hetzjagd“ auf Erzieherinnen, Kindergarten-Leitung und Träger unter dem Deckmantel, zum Wohle aller Kinder im Kindergarten zu handeln. Das schade den Kindern mehr, als dass sie eine Lösung oder Verbesserung der Situation bewirke.

Hier die komplette Stellungnahme der Hullerner Eltern zum Nachlesen:

„Hand in Hand mit unserem Kindergarten St. Andreas Hullern

„Bereits mehrmals wurde das Personal des Kindergartens St. Andreas Hullern massiv in Misskredit gezogen und im unerträglichen Maße von einigen Eltern öffentlich denunziert. Bei allem Verständnis für das Recht seiner Kinder zu kämpfen, möchten wir endlich sagen, dass die Wege und Mittel die dafür benutzt werden, schlichtweg unangebracht und falsch sind. Die Hetzjagd, die auf Erzieherinnen, Kiga-Leitung und Träger geführt wird, gerade auch unter dem Deckmantel, zum Wohl aller Kinder im Kiga zu handeln, schadet unseren Kindern mehr, als dass sie hilft oder gar eine Lösung oder Verbesserung der Situation bewirkt. Das Gegenteil ist der Fall! In dieser schwierigen Zeit und mit diesem enormen Druck unter dem das gesamte Personal leidet, entsteht eine Atmosphäre die mittlerweile auch unsere Kinder spüren. Nicht selten wurden wir von unseren Kindern in jüngster Vergangenheit gefragt, warum ihre Erzieherin im Morgenkreis plötzlich Tränen in den Augen hat. Mit der unangebrachten Stimmungsmache gegen den Kiga muss daher endlich Schluss sein – zum Wohle der Erzieherinnen und somit zum Wohle unserer Kinder.

Es ist mit großer Anerkennung zu würdigen, dass unsere Erzieherinnen trotz der entgleisten Vorwürfe, die auf Ihnen lasten, immer noch jeden Morgen mit einem Lächeln im Gesicht unsere Kinder herzlich willkommen heißen. Für diese Stärke und Hingabe müssen wir Euch, liebes KITA-Team, unseren großen Dank aussprechen.

Lasst uns lösungsorientiert und konstruktiv mit dem Kiga und Träger zusammenarbeiten. Dieser Konflikt darf nicht weiter auf dem Rücken unser aller Kinder ausgetragen werden!

Mitglieder der Elternschaft des St. Andreas Kindergartens Hullern

Kerstin und Marcel Stüer, Sarah und Benjamin Drüing, Sandra und Tobias Beermann, Larissa Böhm und Stefan Schwalvenberg , Sabrina und Thomas Stula, Daniela und Carsten Stüer, Miriam und Ralf Drüing, Stefanie und Michael Künsken, Alexandra und Thomas Domhöfer, Kathrin und Markus Ettmann, Mirja und Sascha Grünbeck, Karin und Dominik Schild, Agnieszka und Benjamin Berghof, Caroline und Thomas Schaffrinna und weitere Eltern, die nicht namentlich genannt werden möchten.“

Am 23. Januar hatte in der St.-Andreas-Kirche eine Elternversammlung stattgefunden, wo Pfarrer Michael Ostholthoff um ein vertrauensvolles Miteinander warb. Die Kirche spricht nicht von sexuellen Übergriffen, sondern von grenzüberschreitendem Verhalten.
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