Eltern wollen Spielplatzschließung nicht hinnehmen

Thema im Ausschuss

Zu den 140 Maßnahmen, die vom Rat der Stadt zur Sanierung des Haushalts beschlossen wurden, gehört die Reduzierung der Kinderspiel- und Bolzplätze. Das passt so manchen Anwohnern nicht. Zum Beispiel in Sythen.

HALTERN

, 02.06.2015, 06:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner sind gegen die Spielplatzschließung.

Anwohner sind gegen die Spielplatzschließung.

Bis 2018 sollen insgesamt 29 Kinderspielplätze, acht Bolzplätze und die Skateanlage am Lippspieker aufgegeben werden. Der Plan, der 2013 und 2014 die Schließung von 7 Anlagen vorsah, sei bisher eingehalten worden, bestätigte die Verwaltung.

Der Bau- und Verkehrsausschuss wird am Dienstag, 2. Juni, über die Fortsetzung dieses Sparprogramms beraten. Die Schließung der Spielplätze August-Stieren-Straße (Haltern), Paulskamp (Sythen), Bossendorfer Weg (Bossendorf), Dachsberg/Haardstraße (Flaesheim) sowie des Bolzplatzes Burgstraße (Lippramsdorf) steht zur aktuellen Entscheidung an.

Erhebliche Kürzungen

Allein in diesem Jahr wird das Budget für die Unterhaltung von Plätzen im städtischen Haushalt um knapp 10.000 Euro auf 13.250 Euro gekürzt. Widerstand gegen die Pläne kündigt sich für den Spielplatz Paulskamp in Lehmbraken an. Die Nachbarn haben 400 Unterschriften gegen die Schließung gesammelt, die sie Dienstag in der Ausschusssitzung übergeben wollen.

Sozialer Treffpunkt

In einem Schreiben an Bürgermeister Bodo Klimpel weisen sie darauf hin, dass der Spielplatz einen wichtigen sozialen Treffpunkt der Kinder im Wohngebiet darstelle. Es bestehe vor allem Bedarf an einem Spielplatz für kleine Kinder. Die Lage des Platzes zwischen Häusern diene der Sicherheit der Kinder. Da es im Neubaugebiet Elterbreischlag noch keinen Spielplatz gebe, sei der Fortbestand des Platzes Paulskamp von besonderer Bedeutung.

Trumpf der Nachbarn ist, dass es eine große Bereitschaft gibt, sich am Erhalt des Spielplatzes zu beteiligen. Allerdings schließt die Initiative bisher aus, dass sie die Verkehrssicherungspflicht für die Anlage übernehmen kann. Bisher sind Bemühungen um den Erhalt anderer Plätze in Haltern genau an dieser Frage gescheitert. Die Stadt sah sich ebenfalls nicht in der Lage, weiterhin für die Verkehrssicherheit zu sorgen. 

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