Enorme Hitze sorgt für erhöhte Waldbrandgefahr

Sicherheits-Hinweise

Temperaturen, die zum Baden in den Halterner Seen ideal sind, bedeuten für die Wälder Gefahr. Von Tag zu Tag steigt die Waldbrandgefahr. Der Regionalverband Ruhr und das zuständige Forstamt warnen: Durch Unachtsamkeiten können Spaziergänger verheerende Waldbrände auslösen.

HALTERN

, 02.07.2015 / Lesedauer: 3 min
Enorme Hitze sorgt für erhöhte Waldbrandgefahr

Eine einzige Zigarettenkippe kann während einer Hitzeperiode einen Waldbrand auslösen.

Mit den heißen Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in der Haard und der Hohen Mark: Für Samstag ruft der Deutsche Wetterdienst (DWD) daher die Gefahrenstufe vier aus – die zweithöchste der Waldbrand-Skala.

„Aus den Erfahrungen der letzten Jahre wissen wir aber, dass die Waldbrandwarnstufe vor allem in den Kiefernwäldern der Haard und der Hohen Mark nicht die wahre Situation widerspiegelt“, sagt Reinhardt Hassel, Leiter des Regionalforstamtes Ruhrgebiet. 

Daher nutzen die Förster für diese Gebiete zusätzlich den Grasland-Feuerindex des DWD. Und der zeigt für Samstag die höchste Warnstufe.

Nicht rauchen, nicht grillen

Die meisten Waldbrände entstehen nach Angaben des Regionalverbands Ruhr (RVR), weil Menschen nicht um die Gefahren wissen – und beispielsweise unterschätzen, wie dramatisch sich eine einzelne weggeworfene Zigarettenkippe auswirken kann. Daher gilt in Wäldern zwischen dem 1. März bis zum 31. Oktober generell ein Rauchverbot.

Besonders bei der aktuellen Wetterlage ist die Einhaltung extrem wichtig, so Barbara Klask, Pressesprecherin beim Regionalverband Ruhr (RVR): „Mit einer achtlos weggeworfenen Zigarettenkippe am Waldrand kann man jetzt ganz schnell einen Brand mit verheerenden Folgen entfachen.“

Ebenso gefährlich sind kaputte Glasflaschen, deren Scherben „wie eine Lupe wirken“ und schnell ein Feuer entfachen können, sagt Klask. Eine weitere Gefahrenquelle ist das Grillen im oder in der Nähe eines Waldes. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand zum Waldrand beträgt 100 Meter. „Wir bitten aber darum, in der Nähe der Wälder gar nicht zu grillen.“ 

Feuerwachtürme besetzt

Um schnell reagieren zu können, wenn es zu einem Waldbrand kommt, sind die drei Feuerwachtürme in der Haard und der Hohen Mark momentan täglich besetzt. „Von dort haben die Mitarbeiter einen direkten Draht zur Feuerwehr“, erklärt Klask.

Eine gemeinsam mit der Feuerwehr entwickelte Karte sorgt dafür, dass Absprachen im Notfall präzise und schnell getroffen werden können. Die Karte zeigt die gut befahrbaren Wege sowie Hydranten und Wasserentnahmestellen.

In diesem Zusammenhang weist Martin Frank, Förster beim Regionalforstamt Ruhrgebiet, darauf hin, dass die Feuerwehrzufahrten unbedingt freigehalten werden müssen. „Waldeinfahrten werden gerne mal als Parkmöglichkeit genutzt.“ Besonders jetzt könne das fatale Folgen haben. 

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