Entdeckungsreise durch versteckte, unbekannte Kapellen

4. Halterner Kerkepad

In St. Lambertus hörten die Besucher meditative Musik, in Heilig Kreuz war eine Ausstellung über die Kirche aufgebaut, in St. Sixtus gab es Führungen durchs Gebäude: Beim 4. Halterner Kerkepad öffneten am Sonntag 24 Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser ihre Türen – so viele wie noch nie.

HALTERN

, 31.08.2015, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Entdeckungsreise durch versteckte, unbekannte Kapellen

Zu den "(Rad-)Wanderern", die sich trotz Hitze auf den Weg machten, gehörten Paul und Ingrid Niehues, die nach einer Visite in Sythen und Hullern der Katharinenkapelle, der wohl ältesten Steinkirche im Bistum Münster, in Hamm-Bossendorf einen Besuch abstatteten.

Neben den großen Kirchen, gab es auch manches Kleinod zu entdecken, darunter einige Kapellen, die zum ersten Mal beim Kerkepad besichtigt werden konnten.

Eine davon liegt auf dem Annaberg. Zur Heimvolkshochschule Gottfried-Könzgen-Haus gehört eine Kapelle, die schon beim Betreten durch ihren lichtdurchfluteten Raum besticht. Die Stühle sind kreisrund angeordnet, durch normales, nicht verziertes Glas fällt Sonnenlicht.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Entdeckungsreise beim Kerkepad

Beim 4. Halterner Kerkepad öffneten am Sonntag 24 Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser ihre Türen – so viele wie noch nie. Wie abwechslungsreich die Reise durch die Kirchen sein kann, zeigt unsere Fotostrecke, in der sich moderne Formen ebenso finden wie ganz alte Gemäuer.
30.08.2015
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Dorothee Rohlf zeigte den Besuchern die kleine Kapelle das St. Anna Altenwohnhauses.© Foto: Jürgen Wolter
Ältester steinerner Kirchenbau im Bistum Münster: Die Katharinenkapelle in Hamm-Bossendrof© Foto: Jürgen Wolter
Die alte Antoniuskapelle in Lavesum.© Foto: Jürgen Wolter
Zu den "(Rad-)Wanderern", die sich trotz Hitze auf den Weg machten, gehörten Paul und Ingrid Niehues, die nach einer Visite in Sythen und Hullern der Katharinenkapelle, der wohl ältesten Steinkirche im Bistum Münster, in Hamm-Bossendorf einen Besuch abstatteten. © Foto: Jürgen Wolter
Klare Linien, ein lichtdurchfluteter moderner Kirchenraum: Die Kapelle des Gottfried Könzgen Hauses auf dem Annaberg.© Foto: Jürgen Wolter
Rosemarie und Walter Kürten bewunderten die historischen Wandmalereien in der alten Antoniuskapelle in Lavesum.© Foto: Jürgen Wolter
Nach dem Kerkepad fanden sich die Kirchen-Reisenden auf dem Hof Berkhoff zum Abschlussfest ein.© Foto: Jürgen Wolter
Begeisterten mit ihrer tollen Show auf dem Hof Berkhoff: die Lavesumner Cheerleader.© Foto: Jürgen Wolter
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„Die Kapelle nutzen wir als meditativen Raum und bei Familienfreizeiten auch mit unseren Gästen für einen morgendlichen Impuls“, sagt Theo Heeck, pädagogischer Mitarbeiter des Hauses. Tabernakel, Wandhalter und die Stuhlbeine sind aus Stahl gefertigt: in Anlehnung an die Tradition der Arbeit des Ruhrgebiets.

Auffällige Glasfenster

Direkt nebenan findet sich im Oberschoss des St. Anna Altenwohnhauses eine weitere, weniger bekannte Kapelle, die sogar über eine eigene Orgel verfügt. Auffällig ist das Glasfenster über dem kleinen Altarraum, das in Dreiecksstruktur die Heilige Dreifaltigkeit symbolisiert.

Zu den ältesten Halterner Gotteshäusern gehört die St. Antoniuskapelle in Lavesum. Der karge Raum der Kapelle wird von alten Wandmalereien geschmückt, die bei Arbeiten 1937 wieder entdeckt wurden. Das auf 1467 datierte Gotteshaus wird heute als Krieger-Gedächtniskirche genutzt.

Die älteste Halterner Kapelle steht in Hamm-Bossendorf, direkt am Kanal. Die Katharinenkapelle gilt als das älteste steinerne Gotteshaus im Bistum Münster. Es handelt sich um eine Gründung des ersten Bischofs von Münster Ludgerus (742 - 809).

Abkühlen in der Kirche

Die meisten „Wanderer“ auf dem Kerkepad besuchten die Gotteshäuser am Sonntag mit dem Rad, was bei den heißen Temperaturen kein reines Vergnügen war. Rosemarie und Walter Kürten fuhren über Sythen zur Antoniuskapelle, nutzen den kühlen Kirchenraum für eine Rast. „Wir waren bisher jedesmal beim Kerkepad dabei, heute beschränken wir uns aber auf wenige Stationen“.

Am Abend versammelten sich alle Organisatoren und „Wanderer“ auf dem Hof Berkhoff. Dort sorgten unter anderem die Lavesumer Cheerleader für die Unterhaltung der Gäste.

Dechant Martin Ahls war mit der Resonanz sehr zufrieden. „Die Hitze mag zwar einige von der Kirchenreise abgehalten haben, aber ich finde es gut, dass hier dezentral in allen Dörfern Kirchen zu besichtigen waren.“

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