Entschärfung von Blindgängern zieht sich hin

Bombenfunde in Haltern

Unter der Recklinghäuser Straße und unter einer Wiese an der Lippe liegen möglicherweise nicht explodierte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Ordnungsamt rechnet damit, dass sich in den nächsten Monaten nichts bewegt. Das Verfahren sei "langwierig und aufwendig", sagt die Stadt.

HALTERN

, 07.08.2014, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ans Licht gekommen ist das explosive Thema bei der Erarbeitung des neuen Bebauungsplanes. Die Stadt musste eine entsprechende Anfrage an den Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe in Hagen richten. Dort lagern rund 330 000 Bilder, die aus Kriegsflugzeugen geschossen und erst 1999 freigegeben wurden. Die Fotos lassen vermuten, dass an den drei Stellen bis zu elf Meter tief im Boden Blindgänger verrotten. Handelt es sich um Blindgänger, müssen die Flächen auf das Bodenniveau von 1945 abgetragen werden. Die Eigentümer haben daran kein großes Interesse: Sie sind verpflichtet, die begleitenden Maßnahmen zu bezahlen, das Land übernimmt nur die Entschärfung und Beseitigung des Blindgängers. Die Bezirksregierung drängt, die Sache zu klären.

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