Erderschütterungen erschrecken Lippramsdorfer

Bergbau

HALTERN Innerhalb einer halben Stunde wurden die Lippramsdorfer Dienstagabend durch zwei Erderschütterungen aufgeschreckt. Die stärkste wurde um 21.31 Uhr registriert.

von Von Elisabeth Schrief

, 07.10.2009, 10:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Laut Auskunft der RAG in Herne wurde der höchste Wert  zwischen Tannenberg und Eppendorf mit 17,1 Millimetern pro Sekunde (mm/s) gemessen. Damit vier Millimeter pro Sekunde mehr als beim letzten Beben am 16. September. In Haltern-Bergbossendorf betrug der Messwert Dienstagabend 2,0 mm/s, in Haltern-Lippramsdorf 0,8 mm/s. Die Erschütterung wurde durch den untertägigen Abbaubetrieb des Bergwerkes Auguste Victoria in der Bauhöhe 493 in Flöz D/C nördlich der Ortschaft Eppendorf ausgelöst. Der Abbaubetrieb befindet sich in einer Tiefe von rund 1200 Metern, er läuft Ende November/Anfang Dezember aus. Hier lagerte ein Vorrat von 616 000 Tonnen Kohle, bis auf einen Rest von 200 000 Tonnen ist er zutage gefördert.  Im Flöz D/C liegt noch mehr Kohle. Nach einer Pause läuft deshalb der nächste Betrieb in der Bauhöhe 494 im Jahr 2011 an, es folgt die Bauhöhe 495 ein Jahr später.Bergwerk bittet Bürger um Verständnis

Für eventuell aufgetretene Belästigungen bittet das Bergwerk Auguste Victoria um Verständnis, mögliche Schäden sollten gemeldet werden. Erderschütterungen sind nach Auskunft des Bergwerks nicht zu verhindern und auch für die nächste Zeit nicht auszuschließen. Bereits in den 80-er und 90-er Jahren wurde im Flöz D/C  Kohle abgebaut, durch entstandene Abbruchkanten kommt es jetzt zu Gesteinsreaktionen.

Für Rückfragen steht die Markscheiderei des Bergwerkes Auguste Victoria unter der Rufnummer des Markscheiders Peter Müller 0172-2833052 oder seines Stellvertreters Alfred Dodot 0172-2833051 und außerhalb der Bürozeiten das Service-Center Bergschäden der RAG Deutsche Steinkohle unter der kostenlosen Hotline 0800/27 27 27 1 zur Verfügung. esc

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