Erleichterung: Lösung für Corona-Tests bei Lehrern in Haltern gefunden

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In anderen Städten wird an Schulen noch darüber geschimpft, dass die freiwilligen Corona-Tests bei Lehrern nicht zentral stattfinden. In Haltern hat man bereits eine Lösung gefunden.

Haltern

, 24.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lehrer und Erzieher dürfen sich alle zwei Wochen auf das Coronavirus testen lassen. So hat es die nordrhein-westfälische Landesregierung festgelegt. Allerdings sind dafür keine zentralen Lösungen entwickelt worden.

Das Personal muss also individuell den Hausarzt aufsuchen, um eine Kontrolle machen zu lassen. Das ist im Alltag zeitaufwendig und unpraktisch. In Haltern hat man nun zu einer Lösung gefunden, die zur Entlastung beiträgt - auf dem kurzen Dienstweg zwischen weiterführenden Schulen und Halterner Ärzteschaft.

Ulrich Wessel nahm Kontakt zu Halterns Ärzten auf

Nach der ersten Testungsrunde in der vergangenen Woche nahm Ulrich Wessel, Leiter des Joseph-König-Gymnasiums, Kontakt mit Halterns Ärztesprecherin Dr. Astrid Keller auf, die wiederum das Ärztenetzwerk in Haltern mit ins Boot holte.

Drei praktische Mediziner stellen sich nun zur Verfügung, alle 14 Tage Proben jeweils an einer weiterführenden Schule in Haltern (Gymnasium, Real- und Hauptschule) einzusammeln.

Am Dienstag (25. August) wird das zum ersten Mal der Fall sein. „Wir haben hier mit den Referendaren 90 Kollegen“, berichtete Ulrich Wessel. Für alle sei die zentrale Testung der leichtere Weg.

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Frank Cremer, Leiter der Alexander-Lebenstein-Realschule, sprach in diesem Zusammenhang ebenfalls von einer großen Erleichterung, Dagmar Perret, seine Kollegin an der Joseph-Hennewig-Hauptschule, sogar von „einem Segen“. An allen drei Schulen zeigen die Anmeldezahlen für die zentrale Testung, dass diese Möglichkeit guten Zuspruch findet.

Grundschulen gehen ihren eigenen Weg

Eine ähnliche Lösung ist für die Halterner Grundschulen noch nicht in Sicht. Hier müssen die Lehrer, die sich testen lassen wollen, weiterhin einzeln eine Hausarztpraxis aufsuchen. Das sei von der zuständigen Schulbehörde in Recklinghausen so vorgeschrieben, sagte dazu Veronika Beher, Sprecherin der Halterner Grundschulen.

Das Gymnasium ist von einer weiteren Corona-Vorgabe der Landesregierung besonders betroffen. Unterricht soll demnach in festen Lerngruppen erfolgen. Ist Unterricht im Kurssystem in der Oberstufe dann überhaupt noch möglich? Ulrich Wessel bejahte diese Frage.

Der Unterricht verläuft überwiegend nach Plan

Es sei nämlich jeweils ein gesamter Oberstufenjahrgang zur festen Lerngruppe erklärt worden. Ähnlich werde auch in der Jahrgangsstufe 9 verfahren, wo beispielsweise Latein und Französisch in Kursen unterrichtet werde. Auch hier gelten Zusammentreffen mit Schülern aus Parallelklassen als feste Lerngruppen.

Für das Gymnasium könne er sagen, dass „überwiegend Unterricht nach Plan stattfindet“, sagte Ulrich Wessel. Zu geringen Kürzungen sei es bisher nur im Sportbereich gekommen.

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