Erneute Probleme am Sythener Bahnübergang

Ampeldefekt

Der Bahnübergang in Sythen ist ein Dauerbrenner-Thema in Halterns größtem Ortsteil. Ein Autofahrer stand in dieser Woche vor der roten Ampel, die Schranke blieb aber geöffnet. Immer wieder gibt es an dieser Stelle Defekte, die zu gefährlichen Situationen führen.

SYTHEN

, 02.09.2016, 17:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erneute Probleme am Sythener Bahnübergang

Ein Augenzeuge berichtete der Redaktion, dass der Beinaheunfall am Bahnübergang Sythen am vergangenen Mittwoch auf den Leichtsinn des betroffenen Pkw-Fahrers zurückzuführen sei. Dieser habe versucht, noch über den Übergang zu huschen, obwohl sich die Schranke schon senkte. Ein solches Verhalten sei am Bahnhof Sythen häufiger zu beobachten.

Albert Seine stand mit seinem Auto am verschlossenen Bahnübergang. Ein Zug fuhr durch, die Schranke ging hoch, drei Autos fuhren ganz normal über die Gleise. Doch plötzlich sprang die Ampel wieder auf Rot. Albert Seine hielt an. Die Schranken blieben jedoch oben. "Nach fünf Minuten ging die Ampel aus, ohne dass ein Zug vorbeigefahren war. Dann fuhr ich langsam über die Gleise", schilderte der Sythener die Situation unserer Redaktion. Im Gespräch mit Freunden und Nachbarn bekam Albert Seine die Rückmeldung, dass solche Situationen öfter vorkommen würden. "Mit dem Bahnübergang gibt es immer Ärger", so Albert Seine.

Auch unsere Redaktion berichtete in der Vergangenheit immer wieder über technische Probleme: Im Oktober 2012 krachte beispielsweise eine Halbschranke auf den Anhänger eines Traktors, im Oktober 2015 schloss die Schranke nur halbseitig. Herbeigerufene Techniker reparierten die Defekte.

Die Deutsche Bahn konnte den aktuellen Fall auf Anfrage nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich auch, weil Albert Seine die genaue Uhrzeit des Vorfalls nicht mehr wusste: "Unser Fachbereich teilt uns mit, dass es sich bei dem angesprochenen Bahnübergang um eine Anlage mit Kameraüberwachung handelt und vom Stellwerk Dülmen aus überwacht wird. Einen Fehler zum angegebenen Zeitpunkt konnten wir nicht feststellen", teilte die Deutsche Bahn per E-Mail mit.

Die Frage, ob bei der Bahn generelle Probleme mit dem Übergang bekannt seien, ließ das Unternehmen unbeantwortet. Wahrscheinlich kann nur die seit Jahren im Gespräch befindliche Unterführung für eine Entspannung in Sythen sorgen. Diese sei auch weiter in Planung. Aber: "Ein genauer Baubeginn lässt sich noch nicht sagen", so die Deutsche Bahn.

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