Erneute Reparatur für Halterns Pannenbrücke naht

Tempus Via

Die junge Rad- und Fußgängerbrücke Tempus Via am Annaberg weist wieder Schäden an der Betonkonstruktion im Geländerbereich auf. Die Reparatur soll jetzt aber bald kommen, wie der Regionalverband Ruhr (RVR) als Bauherr der 600.000 Euro teuren Brücke nun auf Anfrage mitgeteilt hat.

HALTERN

, 20.02.2017, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schon wieder Brückenschäden an der Tempus Via, der 2013 auf der Römerroute vom RVR als Rad- und Fußweg angelegten Brücke über die Dorstener Straße, am Fuß des Annabergs.

Schon wieder Brückenschäden an der Tempus Via, der 2013 auf der Römerroute vom RVR als Rad- und Fußweg angelegten Brücke über die Dorstener Straße, am Fuß des Annabergs.

„Die Mängelbeseitigung am Geländer der Rad- und Fußgängerbrücke über die Dorstener Straße wird im Frühjahr 2017 – voraussichtlich April – durchgeführt. Sie ist abhängig vom Wetter“, teilte Barbara Klask, Sprecherin des RVR, mit. Um das Geländer demontieren zu können, muss die Brücke für Fußgänger und Radfahrer halbseitig gesperrt werden. Die Verkehrsregelung auf der Dorstener Straße (L 509) muss zusätzlich angepasst werden. Wie genau, teilte der RVR noch nicht mit.

Anschließend erfolgt die Betonsanierung der beschädigten Kappenbereiche. Währenddessen wird das Geländer in einem Fachbetrieb für die Wiedermontage hergerichtet. Zur Befestigung des Geländers mittels Verbundanker werden an den Geländerpfosten entsprechende Fußplatten angebracht und die Montagestöße erhalten zur Längenausdehnung des Materials zusätzliche Bewegungsstöße in Längsrichtung.

„Nach etwa vier Wochen, abhängig von den Erhärtungsphasen der Betonsanierung, kann das Geländer nach Instandsetzung des Korrosionsschutzes durch Verzinkung wieder montiert werden“, so Barbara Klask. Auch unserem Leser Jürgen Weber, der auf seinen gemeinsamen Radtouren mit seiner Frau zum Bahnhofscafé in Lippramsdorf gerne die Brücke zur Rast nutzt, fielen die Betonschäden ins Auge.

Da ihm als Fachmann im Installateurhandwerk das unterschiedliche Materialverhalten bei Hitze und Kälte kein Fremdwort ist, hat er Vorschläge zur Konstruktionsänderung gemacht. Unsere Zeitung hat diese dem Bauherrn, dem Regionalverband Ruhr (RVR), weitergeleitet. Scheinbar mit Erfolg. Denn er schreibt: Man solle sich doch einmal fragen, so Jürgen Weber, ob nicht die Schuld an den Betonschäden beim Metallgeländer läge.

Das Geländer sei auf der gesamten Länge fest verschraubt und verschweißt, also eine komplette Einheit ohne Dehnungsausgleich. Bekanntlich dehnen sich Körper bei Wärme aus und ziehen sich umgekehrt bei Kälte wieder zusammen. Deshalb stelle sich die Frage: Wohin soll sich das Geländer ausdehnen bei so einer totalen Befestigung. Das Geländer hebe und senke sich minimal mittig oder an anderen Schwachstellen und reiße und drücke den Beton an den Ankern. Das Ganze wiederhole sich Tag und Nacht, das Geländer arbeite solange, bis es sich frei gearbeitet hat und die Risse auftreten.

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