Erweiterungspläne für Hof Hagedorn werden veröffentlicht

Doppelte Größe

Der Selbstvermarktungsbetrieb Hof Hagedorn/Schulte in Lavesum ist an seine Grenzen gestoßen und will deutlich erweitern. Auf Beschluss des Ausschusses Stadtentwicklung/Umwelt werden die Pläne in Kürze ausgelegt, damit Bürger und Träger öffentlicher Belange sich dazu äußern können.

LAVESUM

, 27.11.2016, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erweiterungspläne für Hof Hagedorn werden veröffentlicht

Hof Hagedorn Rekener Straße 117 Lavesum Hof Hagedorn Rekener Straße 117 Lavesum

In der Sitzung am Donnerstagabend erläuterte Architekt und Stadtplaner Martin Rogge (Büro Stadtraum Düsseldorf/Münster) der Politik, wie sich der Familienbetrieb für die nächste Generation aufstellen möchte. „Räumlich wie auch betrieblich sind im Laufe der Jahre viele Engpässe entstanden. Es geht nun darum, Abläufe zu optimieren und auch den vier Generationen, die auf dem Hof wohnen, Platz zu geben“, sagt Rogge.

Außerdem sollen die Parkverhältnisse geordnet werden. Vorgesehen ist, auf dem Hof an der Rekener Straße in mehreren Bauabschnitten ein Wirtschafts- und Lagergebäude, zwei  Wohnhäuser und ein Bauerncafé neu zu bauen, einen Parkplatz auf der benachbarten Wiese für 230 Autos anzulegen und im Bestand betriebliche Abläufe neu zu ordnen. Erstreckt sich der Betrieb aktuell auf 13.500 Quadratmetern, so werden es künftig 29.500 Quadratmeter sein.

Der Regionalverband Ruhr und die Landwirtschaftskammer sind als Behörden bereits dazu gehört worden. „Beide haben sich positiv geäußert, weil ein gewachsener Familienbetrieb für die Zukunft gesichert wird“, sagte Rogge. „Seit einem Jahr gehen wir mit Familie Hagedorn-Schulte in jedes Detail.“ Nach Erweiterungen hier und da in den letzten Jahrzehnten müsse nun mit einem tragfähigen Konzept Baurecht geschaffen werden, um dem Familienbetrieb wirtschaftliche Sicherheit zu geben.  

Die Politik sieht in der Erweiterung ein Stück Wirtschaftsförderung. Doch es gab auch Bedenken. Dr. Mast (WGH) und Franz Tönnis (CDU) baten darum, bei den Planungen die schon jetzt chaotischen Verkehrsverhältnisse in den Blick zu nehmen. Anette Fleuster (Die Grünen) stellte die Frage, ob die Erweiterung in den vorgesehenen Dimensionen überhaupt in das dörfliche Umfeld passe und ob nicht eine Umgehungsstraße notwendig sei. „Mit der enormen Ausdehnung haben wir unsere Probleme.“ Heinrich Wiengarten (SPD) brachte am Ende auf den Punkt, was zum einstimmigen Votum führte: Die Einsicht, dass hier Stärkung eines heimischen Betriebes und damit Wirtschaftsförderung in Haltern beschlossen wird.

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