Es gibt keine Spur vom „Lavesumer Wolf“

Angebliche Sichtung

Eine angebliche Wolfssichtung in der Nähe vom Truppenübungsplatz Lavesum hatte vor wenigen Wochen auch überregional Aufsehen erregt. Das Rätsel um den "Lavesumer Wolf" wird aber wohl für immer ungelöst bleiben.

LAVESUM

, 12.05.2016, 14:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sven Bieckhofe hat das Foto von dem vermeintlichen Wolf geschossen.

Sven Bieckhofe hat das Foto von dem vermeintlichen Wolf geschossen.

"Wenn sich tatsächlich ein Wolf im Raum Haltern und Umgebung niedergelassen hätte, so wären sehr wahrscheinlich weitere Hinweise bei uns eingegangen. Bis jetzt haben wir aber keine weiteren Anhaltspunkte, die dafür sprechen", sagt Peter Schütz, Sprecher vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV).

Nicht auszuschließen ist, dass der "Lavesumer Wolf" nur auf Durchreise in der Region war. Wenige Tage später waren im Kreis Borken drei Ziegen eines Schäfers offenbar von einem Tier getötet worden. Nachdem zwei Zeugen etwa zeitgleich von der Sichtung eines Wolfes berichtet hatten, wurden Experten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucher (LANUV) eingeschaltet. Diese haben DNA-Proben entnommen und werten diese derzeit aus.

Bis zu 80 Kilometer am Tag

Laut LANUV-Sprecher Peter Schütz könnte es sich bei dem tierischen Einzelgänger um ein Jungtier von etwa einem Jahr handeln. Die Nachkommen von Wölfen bekämen im Alter von etwa neun Monaten Streit mit dem Vatertier und verlassen dann das Rudel. Daraufhin streifen sie auf der Suche nach einem Weibchen durch die Landschaft und geraten weiter westwärts. Nicht unüblich sei es, dass junge Wölfe bis zu 80 Kilometer am Tag zurücklegen.

Die Annahme, dass Menschen die Wölfe ansiedeln wollen und diese aussetzen, bestätigt Schütz nicht: "Wir haben bisher keine Kenntnis von Kofferraumwölfen."

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