Es macht keinen Sinn, das Thema Kindergarten zum Zankapfel zu erklären

Meinung

Mit dem Antrag auf einen Kindergarten-Neubau ist die SPD gescheitert, aber die Verwaltung lässt die Niederlage so versöhnlich wie möglich erscheinen. Ihre Argumente sind durchaus plausibel.

Haltern

, 24.09.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hier könnte ein neuer Kindergarten entstehen.

Hier könnte ein neuer Kindergarten entstehen. © Benjamin Glöckner

Demokratie ist keine Konsensveranstaltung. Das zeigte sich wiederholt im Ausschuss Generationen und Soziales. Schon lange hat die SPD ihre Forderung nach einem weiteren Kindergarten in Haltern auf der Agenda, unterstützt von den Grünen. Sie dringt bei CDU, WGH und FDP damit nicht durch. Die Verwaltung hat sich viel Mühe gegeben, das Projekt mit nachvollziehbaren Fakten zunächst einmal auf die lange Bank zu schieben. Dafür fand sie politische Mehrheiten.

Hartnäckig hielt die SPD dagegen. Doch es floss kein böses Blut. Der Bürgermeister reichte sogar die „Friedenspfeife“. Es macht auch keinen Sinn, die Kindergarten-Thematik zum Zankapfel der Politik zu erheben. Es geht schließlich um das Wohl der Familien in der durchaus lebenswerten Stadt Haltern.

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Man kann der Stadt jedoch nicht unterstellen, in den vergangenen Jahren zu lässig oder gar untätig gewesen zu sein. Es wurden viele Kompromisse mit den Trägern ausgehandelt, es wurde viel gebaut. Trotz allem bleibt die Situation im U-3-Bereich (noch) unbefriedigend.

Die Stadt hat aber genauso Pflichten allen Bürgern gegenüber, da will eine Millionen-Investition mit vagem Ausgang gut überlegt sein. Die Entwicklung der Geburtenzahlen ist ein Blick in die Glaskugel, manchmal sind aber auch Eltern unberechenbar. Beispielsweise wenn sie einen Kita-Platz ablehnen, weil sie ihr Kind nicht gegen Masern impfen lassen wollen.

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