Esther Stockhofe gibt Tipps fürs Radfahren

Interview

Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen – eine gute Gelegenheit, den Tatendrang zum Sport zu nutzen. Wer sich dabei auf den Sattel seines Fahrrads schwingen möchte, für den hat Esther Stockhofe einige Tipps parat. Im Interview verrät sie, auf was es zu achten gilt.

HALTERN

03.04.2012, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie kamst Du zum sportlichen Radfahren? Ich habe 2008 ein Preisausschreiben für den Bike-Transalp, samt Profi-Betreuung, gewonnen. Ich bin da kalt ins Wasser geworfen worden, aber es hatte so viel Spaß gemacht, dass ich dabei geblieben bin.Wie oft schwingst Du Dich in der Woche aufs Fahrrad? Zweimal die Woche Fahrrad fahren und zweimal Joggen ist im Winter normal. Im Sommer können das locker schon mal fünfmal Fahrrad fahren sein. Da lass ich das Laufen gerne weg.Wenn ich es sportlich möchte, wie fange ich an? Am besten sucht man sich ein nettes Team und dann eine passende Strecke. Eine Runde um den See für den Anfang. Dann nimmt man vielleicht noch den Hullerner See hinzu und übt erst einmal flach ausdauernd zu fahren. Erst später sollte man auf Kraft gehen. Zum Beispiel mit ein paar Hügeln, um ein paar Anstiege zu haben. Zu Anfang sollte man mit kleinen Gängen trainieren, um einen leichten Widerstand zu haben. Und dann versuchen, schneller zu werden.Wie oft sollte ich trainieren? Reicht da einmal die Woche? Also um in eine gute Form zu kommen, muss man schon zwei oder dreimal die Woche fahren. Wer richtig Ambitionen hat, stellt sich einen genauen Trainingsplan zusammen. Man muss auf seinen Körper hören und es nicht gleich übertreiben.Warum ist denn Fahrrad fahren eigentlich so gut? Zum Beispiel das Mountainbiken, das hat einfach alles: Zum einen ist es natürlich ein super Spaß, man hat unterschiedlichen Wege und Anforderungen. Wenn du für dich alleine fährst, kannst du entspannen. Du kannst dich aber auch so richtig auspowern oder mit Freunden fahren und Action haben. Wenn du es als Sport betreibst brauchst du Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit, musst eine Technik haben, Reaktionen und Schnelligkeit. Das kannst du alles gebrauchen.Und wenn man es nicht als Sport macht? Selbst wenn ich mit meinen Freunden am Wochenende gemütlich auf meinem Hollandrad fahre, ist man trotzdem draußen, macht vielleicht ein Picknick, hat Geselligkeit und Bewegung.Wo kann man den hier in Haltern besonders gut Rad fahren? Generell kann man von überall gut starten. Sei es nun am See entlang oder in die Heide. Auch der Kanal ist direkt in der Nähe. Oder über Lavesum hinten raus durch die Bauernschaften. Egal ob sportlich oder gemütlich: Mit dem Mountainbike geht es bei mir immer in die Haard. Mit dem Rennrad gefällt es mir eigentlich überall, solang ich nicht an einer dicken Hauptstraße entlang fahre.Was gehört denn zum gesunden Radfahren? Wer es sportlich betreiben möchte, sollte auf jeden Fall einen Ausgleich schaffen, Laufen, Schwimmen oder Gymnastikeinheiten zum Beispiel. Einmal die Woche, um die einseitige Belastung auszugleichen. Zum anderen sollten Radfahrer ihre Position auf dem Rad überprüfen. Der Nacken darf nicht die ganze Zeit überstreckt sein. Wer Schulter- und Nacken-Probleme hat, dem würde ich das Rennradfahren wegen der Haltung nicht empfehlen. Wie sieht es mit der Ausrüstung aus? Thema Sicherheit zum Beispiel. Gerade, wenn man abends noch eine Tour machen möchte, sollte man darauf achten, gesehen zu werden. Warnwesten, Reflektoren - es gibt viele Möglichkeiten. Aber gerade beim sportlichen Fahren ist ein Helm Pflicht. 

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