Evonik überreicht Spende an Joseph-Hennewig-Schule

Hilfe für junge Flüchtlinge

Der Förderverein der Joseph-Hennewig-Hauptschule nahm 5500 Euro in Empfang. 40 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen von Evonik und das Unternehmen selbst spendeten dieses Geld. Es soll jungen Flüchtlingen helfen, die deutsche Sprache zu erlernen.

02.10.2015, 13:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Evonik überreicht Spende an Joseph-Hennewig-Schule

Fördervereins-Vorsitzende Susanne Kwiatkowski (l.), Beratungslehrerin Vera Wolf und Schulleiterin Dagmar Perret (r.) freuen sich mit den Kinderrn über die Spende, die Evonik-Technikchef Dr. Martin Harrmann nach Haltern brachte.

Dr. Martin Harrmann (Evonic) brachte die Spende zur Schule. Aktuell werden 32 Schülerinnen und Schüler ohne oder mit sehr geringen Deutschkenntnissen an der Hauptschule gefördert. „Sie und weitere Seiteneinsteiger erhalten durch die Spende zusätzliche Lernmaterialien“, dankte Schulleiterin Dagmar Perret.

Stammklasse

Die Jungen und Mädchen, von denen viele durch Kriegserlebnisse traumatisiert sind, werden in Haltern in einer Stammklasse zugeordnet. „Das Alter ist entscheidend, eine wesentliche Rolle spielt aber auch der Entwicklungsstand“, erläuterte dazu Vera Wolf, Beratungslehrerin und organisatorisch-pädagogische Leiterin an der Hauptschule. Von Auffangklassen hält sie nicht. Solche Klassen, meint sie, werden schnell stigmatisiert. Die Stammklasse soll dem Kind eine möglichst zügige Integration sowohl im sprachlichen als auch im sozialen Bereich ermöglichen. Jedem neuen Schüler steht ein Pate zur Seite.

Personelle Verstärkung

Vera Wolf: „Da ich bereits sieben Kinder von 23 Schülern aus anderen Ländern in der sechsten Klasse aufgenommen habe und alle zufrieden sind, zeigt das, wie gut Integration funktioniert.“ Da die Lehrkräfte der Joseph-Hennewig-Schule bereits mit dem herkömmlichen Unterricht stark ausgelastet sind, hat die Schulleitung zur Unterstützung Lehrkräfte eingesetzte, die Erfahrung mit Schülern ohne Deutschkenntnisse haben.

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