Experiment: Junge Erwachsene fahren betrunken Auto

ADAC-Fahrsicherheitszentrum

Neun junge Frauen und Männer taten das, was eigentlich keiner tun sollte: Sie fuhren für ein Projekt unter Alkoholeinwirkung einen Parcours auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Haltern. Die eindeutigen Ergebnisse sollen sie jetzt an Fahranfänger weitergeben.

HALTERN

, 15.07.2015, 15:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Experiment: Junge Erwachsene fahren betrunken Auto

Fotos zum LWL-Film "Nüchtern bleiben". Fotos LWL

Sommerzeit ist Partyzeit: Die Versuchung ist groß, trotz Alkoholkonsums anschließend ins Auto zu steigen. Die Mahnungen von Eltern oder Fahrlehrern sind dann schnell vergessen.

Anders ist es, wenn Angehörige der eigenen Altersgruppe Aufklärungsarbeit leisten. Das machen sogenannte „Peers“ (Englisch für Gleichaltrige), die in Fahrschulen im Auftrag des Landschaftsverbands Westfalen Lippe (LWL) Beratungsarbeit leisten.

Kontrollierte Bedingungen

„Unser Ziel ist es, dass sie damit Fahranfängern in ihrem Alter auf Augenhöhe begegnen“, sagt LWL-Jugenddezernent Hans Meyer. Unter kontrollierten Bedingungen machten jetzt neun der „Peers“ einen Selbstversuch. Die Kamera dokumentierte den Trink-Fahrversuch in Haltern. 

Ergebnis: Die Fahrfehler häuften sich deutlich gegenüber den Nüchternfahrten am selben Vormittag, nachdem die Teilnehmer so viel Alkohol zu sich genommen hatten, dass sie etwa 0,5 Promille im Blut hatten.

Einige Peers überschätzten ihre Fahrtauglichkeit, andere fuhren extrem vorsichtig. Alle werden in Zukunft ihre Erlebnisse sehr authentisch bei Besuchen in Fahrschulen schildern können. 

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