Experten informierten über Blasenschwäche

Abensprechstunde

Im restlos gefüllten Saal des Alten Rathauses informierten Montagabend die beiden Mediziner Dr. Hans-Jörg Sommerfeld und Dr. Peter Tönnies über das Thema "Wenn die Blase schwächelt".

HALTERN

von Von Silvia Wiethoff

, 20.09.2011, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Dr. Hans-Jörg Sommefeld und Dr. Peter Tönnies informierten über das Thema "Wenn die Blase schwächelt".  <p></p>

<p>Dr. Hans-Jörg Sommefeld und Dr. Peter Tönnies informierten über das Thema "Wenn die Blase schwächelt". <p></p>

Die Resonanz zeigte, dass die Problematik nicht mehr mit einem Tabu belegt ist. Gleichzeitig machte sie deutlich, wie rege die Abendsprechstunden angenommen werden, die dank einer Kooperation des Krankenhausverbunds Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord und der Halterner Zeitung stattfinden. Verlagsleiter Christoph Winck moderierte die Veranstaltung.

Die Blasenschwäche, von der überwiegend Frauen betroffen sind, ist eine gesundheitliche Einschränkung, an der in Deutschland vier bis fünf Millionen Menschen leiden, berichtete Chefarzt Sommerfeld. Als Folge kommt es häufig zu einer Minderung des Selbstwertgefühls, dem Rückzug aus der Öffentlichkeit, dem Verlust des sozialen Status und einer Verminderung der Lebensqualität. Wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist die Diagnose und Unterscheidung in eine Belastungs- oder eine Dranginkontinenz.Angst nehmen

Der Urologe aus dem Marien-Hospital in Marl versuchte mit seinem Vortrag, den Patienten die Angst vor einer Blasenuntersuchung zu nehmen. Am wichtigsten sei die Befragung. Zusatzuntersuchungen wie die Blasenspiegelung seien erst notwendig, wenn Röntgen- und Ulltraschallaufnahmen keine klaren Erkenntnisse liefern. Zu den Therapiemethoden gehörten neben dem Einsatz von technischen Hilfsmitteln auch das Verhaltenstraining.

Sommerfeld ging besonders auf die männliche Inkontinenz ein, die im Alter meist auf eine Vergrößerung der Prostata zurückzuführen ist. Zunächst werde eine medikamentöse Behandlung verordnet. Erst bei einer mehrfachen Harnsperre müsse operiert werden.

Den Formen der weiblichen Inkontinenz widmete sich Peter Tönnies, Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung im St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten und im Sixtus-Hospital Haltern. Zunächst müsse geklärt werden, ob eine Patientin an einer Harninkontinenz oder einer Senkung leide. Tönnies stellte moderne Therapieverfahren vor. Die Eingriffe erfolgen zum Teil minimal-invasiv. Schon nach kurzer Zeit kann die Patientin in den Alltag zurückkehren.

 

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