Fabian Teltrop ist neuer Umweltschutzbeauftragter im Generalvikariat

Umweltschutzbeauftragter

Der neue Umweltschutzmanager beim bischöflichen Generalvikariat kommt aus Haltern: Fabian Teltrop will umweltrelevante Abläufe und Prozesse im Bistum Münster verbessern.

Haltern

27.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Halterner Fabian Teltrop ist neuer Umweltschutzbauftragter beim Bischöflichen Generalvikariat in Münster.

Der Halterner Fabian Teltrop ist neuer Umweltschutzbauftragter beim Bischöflichen Generalvikariat in Münster. © Ann-Christin Ladermann

Die ersten 100 Tage, die hinter Fabian Teltrop liegen, waren von der Normalität weit entfernt. Im April hat der 28-Jährige seine Arbeit als Umweltschutzmanager im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Münster aufgenommen – die ersten zwei Monate musste er coronabedingt aus dem Homeoffice arbeiten. „So langsam kommt Leben in meine Arbeit“, freut sich der Halterner, der nun immer mehr Kolleginnen und Kollegen, die er bisher nur auf dem Bildschirm gesehen hat, auch persönlich kennenlernen darf. Seine Motivation ist groß: „Wir stehen erst am Anfang dessen, was das Bistum in Sachen Umweltschutz leisten kann. Jetzt können wir es anpacken.“

Für die Umwelt und technische Zusammenhänge hat sich Teltrop, der als Jugendlicher in der Landjugend und bei den Messdienern aktiv war, schon früh interessiert. Nach dem Abitur 2012 lag es deshalb nahe, Umweltingenieurwissenschaften zu studieren und dafür nach Aachen zu ziehen. Den Abschluss in der Tasche arbeitete er zwei Jahre bei einem Forschungsinstitut in Mühlheim an der Ruhr.

Neues Umweltmanagementsystem im Bistum

„Wir wollen in Kürze ein Umweltmanagementsystem im Generalvikariat einführen“, kündigt Teltrop an. „Dafür werden Regeln aufgestellt zur Planung, Überwachung und Verbesserung der umweltrelevanten Abläufe und Prozesse, außerdem werden Verantwortlichkeiten und Verfahrensweisen festgelegt“, erklärt Teltrop.

Wichtig ist dem 28-Jährigen dabei, die Mitarbeitenden mit einzubeziehen. „Jeder soll die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen, Ideen zu äußern und Rückmeldungen zu geben. Wir müssen unsere Bemühungen als Bistum auch in die Öffentlichkeit tragen, um als glaubwürdiger Akteur wahrgenommen zu werden und um zu zeigen, dass wir entsprechend unserer eigenen Ideale zu handeln.“ Die Vernetzung mit anderen Gruppen ist für den Umweltschutzmanager dabei selbstverständlich: Naturschutzorganisationen, Landwirtinnen und Landwirte, NGOs.

Viele Hausaufgaben sind zu erledigen

Als wichtiges Leitbild seiner Arbeit sieht Teltrop die Enzyklika „Laudato Si“, in der Papst Franziskus mehr Anstrengungen in Sachen Klimaschutz fordert. „Da haben wir noch viele Hausaufgaben zu machen“, weiß er, wenngleich es in vielen Pfarreien und Einrichtungen bereits ein großartiges Engagement für die Bewahrung der Schöpfung gebe. Mit Blick auf das BGV, in dem ebenfalls in den vergangenen Jahren schon Elektroautos in den Fuhrpark aufgenommen sowie auf Ökostrom und Recyclingpapier umgestellt worden ist, gibt es noch weitere Baustellen: „Die größten Umweltauswirkungen entstehen durch unsere Gebäude, die zum Teil schlecht gedämmt sind oder effizienter geheizt werden können“, erklärt er. „Hier müssen wir Maßnahmen mit einer hohen Wirksamkeit entwickeln.“

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