Fähre setzt bald Radfahrer über die Lippe

In Höhe Haltern-Flaesheim

Unweit der Stiftskirche wird bald eine Fähre die Lippe queren. Sie setzt Wanderer und Radfahrer über und vernetzt damit die Freizeitgebiete Haard und Halterner Stauseen. Der Kreistag schmetterte Montag mehrheitlich den Widerspruch des Landschaftsbeirats ab.

FLAESHEIM

, 24.02.2015, 17:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fähre setzt bald Radfahrer über die Lippe

Zu einem Touristenmagnet hat sich die Lippefähre Baldur in Dorsten entwickelt.

Der begründete seine Ablehnung unter anderem damit, ein Fährbetrieb störe die bereits begonnene Renaturierung der Lippe auf diesem Abschnitt. Aus Sicht der Politik und auch der Unteren Landschaftsbehörde ist diese Kritik nicht berechtigt. Die Stadt und der Lippeverband, die gemeinsam das Projekt planen, handelten zweifellos im öffentlichen Interesse.

Der Lippeverband ist der Bauherr der Fähre, das Land finanziert diese durch Fördergelder, für den Unterhalt ist später die Stadt zuständig. Noch in diesem Jahr soll die Fähre betriebsbereit sein. Fünf Standorte an der Lippe in Flaesheim wurden im Vorfeld geprüft. Halterns Baudezernent Wolfgang Kiski freut sich über den Kreistagsbeschluss. „Dieses Projekt steigert die Attraktivität Halterns als Touristenziel“, sagt er. Alle bekannten Radrouten führen zur Lippefähre, hier werde jeder übersetzende Tourist direkt sehen können, wie sich der Naturraum Lippe entwickelt.

Lange Tradition

Lippefähren haben in Flaesheim eine lange Tradition. Der älteste bekannte Hinweis auf eine Fähre in Flaesheim datiert auf das Jahr 1842. Bis in die 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts hinein gab es unterschiedliche Fährstandorte, bis sie mit dem Brückenbau (Westruper Straße) überflüssig wurden.

Im Rahmen des sogenannten Ziel II-Wettbewerbs „Erlebnis.NRW“ des Landes wurden 2010 Projekte gesucht, die die Schönheit und Eigenheit der Landschaft im Netzwerk Natura 2000 (dazu gehört auch die Lippe) erschließen und das touristische Angebot verbessern. So entstand die Idee mit der Fähre, die auch vom NRW-Umweltministerium gut geheißen wird. 

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