Fanclub ärgert sich über Ausschreitungen in Dortmund

"Wir wollen Fußball erleben"

Der Fußballverein Borussia Dortmund bedauert zutiefst, dass es zu Ausschreitungen auf dem Anreiseweg der Fans aus Leipzig gekommen ist. Auch der Halterner Fanclub "Seeborussen" verurteilt diese Gewalt aufs Schärfste.

HALTERN

, 06.02.2017, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fanclub ärgert sich über Ausschreitungen in Dortmund

Der Fanclub will Fußball genießen und verurteilt deshalb die Gewalt vor dem Dortmunder Stadion. Sebastian steck 1. Vorsitzender Seeborussen

Halterner Fans waren am 4. Februar im Signal-Iduna-Park. Wir haben dazu Sebastian Steck, den Präsidenten der Halterner Seeborussen, befragt.

Sebastian Steck erzählt,  was er von den Ausschreitungen mitbekommen hat. "Wir waren ausnahmsweise diesmal mit 20 Mitgliedern an der Nordseite ins Stadion gekommen, weil dort die Siegergehrung für das Hallenturnier stattfand, das wir gewonnen haben. Als die Leipziger Fans, eskortiert von Polizei, eintrafen, gab es Pöbeleien, weiter hinten wurden auch Bierbecher geworfen." Mehr haben die Halterner nicht gesehen.

Unmut unter Fans

Die Vorfälle verurteilen sie. Sebastian Steck sagt klar: "So etwas geht natürlich gar nicht. Bei aller Rivalität und vielleicht auch dem Protest gegen das Leipziger Geschäftsmodell, den viele von uns teilen, darf so etwas nicht in Gewalt ausarten." Wenn es nun um Sanktionen gehe, seien natürlich der Verein und auch der DFB gefordert. Wegen der Vorfälle beim Spiel gegen Mainz (dort wurde Pyrotechnik abgebrannt) spiele der BVB sowieso schon unter Bewährung. Jetzt drohe möglicherweise ein Heimspiel ohne Zuschauer. "Solche Maßnahmen treffen nur leider immer die Falschen, nämlich 99 Prozent der Fans, die einfach ein spannendes Fußballspiel erleben wollen und für die Karten schon viel Geld bezahlt haben", betont Steck. Das sorge unter den Fans für neuen Unmut. Eine hohe Polizeipräsenz sei wahrscheinlich eine der wenigen Möglichkeiten, gegenzusteuern.

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