Feuerwehr rettet Entenküken in Halterner Garten

Reinhard-Freericks-Straße

Christel und Fred Krautwurst trauten ihren Augen nicht. Unbemerkt hatte eine ausgewilderte Hausente in ihrem Garten an der Reinhard-Freericks-Straße gebrütet. Sie überraschte das Ehepaar mit einem Kindersegen von elf Küken. Die Geschichte einer putzigen Rettungsaktion.

HALTERN

, 30.05.2017, 05:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feuerwehr rettet Entenküken in Halterner Garten

Baden gehen gehört zur Lieblingsbeschäftigung der stolzen Entenmutterund ihrer quirligen Kinderschar.

Am Anfang war beim gefiederten Nachwuchs nicht einmal zu erkennen, wo vorne und hinten ist. Aber bald darauf watschelten die Kleinen im Windschatten ihrer Mutter durch den Garten der Familie Krautwurst. Das Ehepaar unterstützte die stolze Entenmutter nach Kräften, kochte Kartoffeln und Nudeln ohne Salz und holte Entenfutter von der Genossenschaft. „So eine Lebensfreude ist wunderbar anzusehen“, freute sich Christel Krautwurst am Freitag. Aber so richtig fressen wollten die Enten das angebotene Futter nicht. „Was sollen wir erst machen, wenn sie größer werden? Sie finden hier doch nicht genug Nahrung“, sorgte sich das Ehepaar.

Außerdem machten sie sich auch Sorgen über die artgerechte Aufzucht der Tiere, denn einen Teich haben Christel und Fred Krautwurst in ihrem grünen Paradies nicht zu bieten. Da der Garten von allen Seiten von Mauern umgeben ist, führt nur eine Tür zur Straße. Viel zu gefährlich für die putzigen braunen Entenküken. Eigene Recherchen verliefen im Sande, deshalb bat Christel Krautwurst unsere Redaktion um Unterstützung.

Tatkräftige Hilfe kam schließlich von der Halterner Feuerwehr. Die Enten einzufangen, erwies sich für die Halterner Feuerwehrleute allerdings als schwierig. Mit vier Mann war die Halterner Wehr ausgerückt und versuchte zunächst, mit Planen die Tiere in die Enge zu treibe. Der Altvogel entwischte aber immer wieder und flog aufgeregt schnatternd Ehrenrunden über den Garten, die Jungen verkrümelten sich ins Gebüsch. Der große Garten des Ehepaars Krautwurst bietet dafür Möglichkeiten genug.

Abhilfe konnte dann aber mit einem Kescher geschaffen werden. Jetzt ging eins der Jungen nach dem anderen ins Netz. So behutsam wie mögliche setzten die Halterner Wehrmänner die Küken in einen mitgebrachten Käfig. Der ursprüngliche Plan, die gesamte Entenfamilie an einem Halterner Gewässer auszusetzen, ließ sich leider nicht verwirklichen. Da der Altvogel nicht gefangen werden konnte, wurden die Jungtiere zu einer Auffangstation nach Hattingen gebracht, wo sie aufgepäppelt werden.

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