Feuerwehrchef warnt: „Jede Glasscherbe kann einen Waldbrand auslösen“

Waldbrandgefahr

Die Brandursache für den Waldbrand am Mittwoch bleibt ungeklärt. Der Feuerwehrchef appelliert an Bürger und Gäste in Haltern, sich rücksichtsvoll in der Natur zu bewegen.

Haltern

, 06.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Feuerwehr hatte Stadtalarm ausgelöst und war mit geballten Kräften vor Ort.

Die Feuerwehr hatte Stadtalarm ausgelöst und war mit geballten Kräften vor Ort. © Jürgen Wolter

Nach dem erneuten Waldbrand, diesmal am Mittwoch an der Sythener Straße in Haltern, richtet Feuerchef Werner Schulte einen dringenden Appell an alle Bürger und Gäste in Haltern: „Bitte verhalten Sie sich in der Natur so wie zu Hause.“ Das bedeute, dass der eigene Müll nicht achtlos in die Landschaft geworfen, sondern ordentlich entsorgt werden sollte.

Es sei nämlich nicht auszuschließen, dass eine kleine Glasscherbe das Feuer am Mittwoch ausgelöst hat. Bei der aktuellen Wetterlage mit großer Hitze und Sonneneinstrahlung wirke diese wie ein Brennglas, erklärte Werner Schulte. Auch eine glimmende Zigarette könne schnell einen Brand auslösen, warnte er.

Feuerwehr musste massiv Wasser einsetzen

Am Mittwoch hatte eine Fläche von rund 2000 Quadratmeter gebrannt. Die Löscheinheiten konnten das Feuer zum Glück schnell eindämmen, mussten dafür aber massiv Wasser einsetzen. Torfboden im Untergrund sowie Kiefernbewuchs nährten das Feuer vortrefflich.

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Das angrenzende Wasag-Moor mit seiner einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt blieb aber verschont. Zum Glück befinde sich an der Sythener Straße ein Hydrant, sodass sich der Transport des Wassers nicht schwierig gestaltet habe, informierte Werner Schulte auf Anfrage.

Eine Nachtwache der Feuerwehr kontrollierte bis Donnerstagmorgen, ob alle Brandnester gelöscht worden waren.

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