Finanzierung für Lea-Drüppel-Theater ist gesichert

Eröffnung im Sommer

Das Projekt kann starten: Mit 100.000 Euro fördert die Lufthansa die Gründung des Lea-Drüppel-Theaters in Haltern. Anfang 2017 beginnen die Umbauarbeiten im ehemaligen Kino "Filmklappe" an der Zaunstraße, schon im Sommer soll das Theater im Andenken an ein Opfer der Germanwings-Katastrophe eröffnen.

HALTERN

, 29.11.2016, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Für mich geht ein Herzenswunsch in Erfüllung“, sagt Anne Drüppel. Und: „Lea würde dieses Theater richtig gut gefallen.“ Das Theater entsteht im Andenken an die 15-jährige Lea, die bei der Germanwings-Flugzeugkatastrophe am 24. März 2015 ums Leben kam. Mit ihr starben 15 Mitschüler aus dem Spanisch-Kurs und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums.

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Leas Leidenschaft war die Musik und die Theaterbühne, ihre Mutter möchte nun Kindern und Jugendlichen das bieten, was Lea gern ausgelebt hätte. In Projekten, Kursen und Aufführungen soll jungen Menschen unter erfahrener und kreativer Führung die Musik und das Bühnenspiel nahe gebracht werden. „Die eigenen Kräfte entdecken, Selbstvertrauen gewinnen und Spaß am kreativen Tun entwickeln, sind Ziele unserer theaterpädagogischen Arbeit“, beschreibt Anne Drüppel das Spektrum. 

Mit der noch ausstehenden Unterstützung der NRW-Stiftung verfügt der Verein über ein Finanzpolster von 205.000 Euro. Es handelt sich um feste Spendenzusagen oder Spenden, die bereits auf dem Konto liegen. Lokal ansässige Unternehmen, wie die Firma Mertmann, Licht- und Tontechnik Werning und die Architektin Sabine Keller unterstützen den weiteren Ausbau. Das alte Kino wird nun zunächst komplett entkernt, dann entsprechend renoviert. Mit rund 200.000 Euro Umbaukosten rechnet der Verein. Weitere Hilfe, zum Beispiel in den Gewerken (Elektro und Innenausbau) ist willkommen.

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„Wir können nicht kostendeckend arbeiten“, sieht Dr. Hans-Dieter Speikamp, Vorstand des Theater-Vereins, die Finanzlage ganz realistisch. Der Rotary Club Vest, der Lions Club Haltern und die Kulturstiftung Masthoff haben bereits Unterstützung zugesichert. „Wir sind ebenso auf Ehrenamtliche angewiesen, die sich zum Beispiel um das Bühnenbild kümmern oder Kostüme schneidern.“ Anne Drüppel macht sich keine Sorgen: „Ich bin zuversichtlich, dass wir einen ganzjährigen Theaterbetrieb organisieren können.“ 

Geplant sind ein bis zwei Musical-Aufführungen pro Jahr. Das Theater mit 66 Plätzen wird außerdem vermietet für Lesungen, Kabarett- oder Musikabende. Weitere Informationen unter .

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