Flaesheimer Lippe-Fähre „Maifisch“ geht am 30. Oktober in die Winterpause

Saison beendet

Der Lippeverband bringt die „Maifisch“ wieder ins Winterlager. Die Flaesheimer Fähre, mit der Radler und Wanderer kostenlos über die Lippe kommen, muss zuvor aber noch gewartet werden.

Flaesheim

29.10.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Flaesheimer Lippe-Fähre „Maifisch“ geht am 30. Oktober in die Winterpause

Die Lippefähre geht in die Winterpause. © Lippeverband

Im Oktober endet die Fährsaison in Haltern-Flaesheim. Am Mittwoch, 30. Oktober, nehmen Michael Schulte-Althoff und sein Team die vier Tonnen schwere Lippe-Fähre „Maifisch“ an den Haken. An Land stehen Wartung und Pflege des Lippe-Kreuzers an, mit dem in dieser Saison wieder tausende Menschen per Muskelkraft von einem Lippe-Ufer zum anderen gelangt sind.

„O bis O – von Ostern bis Oktober“ lautet die Eselsbrücke, mit der man sich die Saisonzeiten gut merken kann. In dieser Zeit überqueren die Fährgäste in Flaesheim per Handkurbel den längsten Fluss in Nordrhein-Westfalen. Da ab Oktober die Hochwassersaison beginnt, muss der Lippeverband die „Maifisch“ und ihre beiden Schwesternfähren – die „Baldur“ in Dorsten und die „Lupia“ in Hamm – vom Wasser nehmen.

Natur erfahren mit der „Maifisch“

„Auf dem Wasser erfährt man die Lippe und unsere wunderschöne Region noch einmal von einer ganz neuen Seite. Eingebunden in die Römer-Lippe-Route ist die Fährverbindung eine wichtige Einrichtung“, findet Gewässermeister Schulte-Althoff. Wenn der Lippeverband im April 2020 die „Maifisch“ wieder zu Wasser lässt, können Radfahrer und Spaziergänger sich wieder kostenlos über die Lippe kurbeln, denn der drei Meter breite Schwimmkörper wird auf diesem Wege am Drahtseil über den Fluss gezogen.

Seit 2015 kann man mit der „Maifisch“ in Flaesheim die Lippe kreuzen. Vorbild war die Fähre „Baldur“ in Dorsten. Sie war die erste Fähre des Lippeverbandes und fährt seit Mai 2005. 2013 legte die Fähre „Lupia“ in Hamm-Oberwerries zum ersten Mal ab. Der Name „Maifisch“ hat einen besonderen Bezug zur Lippe: Der selten gewordene Maifisch war vor 100 Jahren im Fluss weit verbreitet.

Lippeverband

Aktiv in Hochwasserschutz und Abwasser-Entsorgung

Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen. Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zur Zeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren.
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