Franziskushaus: Halterns höchstes Haus wird saniert

Fenster und Fassaden

Nach dem Halterner St.-Sixtus-Hospital wird nun auch Halterns höchstes Gebäude, in direkter Nachbarschaft des Krankenhauses, saniert. Zuerst bekommt das Franziskushaus neue Fenster und Fassaden. Die Außenwände werden mit einem modernen Wärme-Dämm-Putz versehen werden.

HALTERN

, 07.07.2017, 13:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Haltern hat Anfang Juni eine Teilbaugenehmigung erteilt. Die KKRN - Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH - investiert in diese Maßnahme eine siebenstellige Summe. Sie dient dem Erhalt des in die Jahre gekommenen ehemaligen Schwesternwohnheims und soll gleichzeitig den Gesamtstandort Krankenhaus Haltern absichern.

Die Ausgabe werde durch die Mieteinnahmen refinanziert, erklärte KKRN-Geschäftsführer Andreas Hauke auf Anfrage der Redaktion. Er informierte außerdem darüber, dass nach der Sanierung weitere Facharztpraxen, mit denen das Halterner Krankenhauses zusammenarbeiten will, in das Franziskushaus einziehen können. Ziemlich sicher sei die Vermietung der fünften Etage an eine gynäkologische Doppelpraxis. In der sechsten Etage stehen Räumlichkeiten mit einer Größe von 267 Quadratmetern zur Verfügung, für die noch ein Bewerber gesucht wird. Ein Urologe und eine Hals-Nasen-Ohren-Ärztin sind bereits mit ihren Facharztpraxen in dem Gebäude angesiedelt.

Außerdem findet sich die Verwaltung des Caritasverbandes unter der Adresse, und es sind einzelne Räume an ein Unternehmen vermietet, das die Atemgeräte anpasst und wartet, die von der Pneumologieabteilung des Sixtushospitals eingesetzt werden.

Für die Dauer der Umbauarbeiten wohnen die insgesamt fünf in Haltern verbliebenen Ordensschwestern in einer Wohnung des Altenheims St. Anna auf dem Annaberg. Sie kehren in die oberste achte Etage des Franziskushauses zurück und werden dort dann modernen Komfort und einen unvergleichlichen Blick auf die Stadt genießen. Bisher bewohnten die Nonnen zweieinhalb Etagen des Gebäudes, wobei sie schon länger nicht mehr alle Räume benötigten.

Zum Sanierungsprogramm gehören der Austausch der alten Holzfenster und die Fassadenerneuerung. Durch den Einsatz einer Wärmebildkamera sei der Energieverlust an diesen Stellen deutlich geworden, erläuterte KKRN-Technikleiter Harald Hauke. Zur Wärmedämmung wird auf Mineralwolle zurückgegriffen, die nicht berennbar ist. Das umfangreiche Brandschutzkonzept für das höchste Gebäude Halterns sieht außerdem Brandschutztüren und eine Rauch-Wärme-Abzugsanlage vor.

Am aufwendigsten gestaltet sich der Einbau eines neuen Aufzugs. Damit künftig auch Krankentragen und elektrische Rollstühle ohne Probleme in den Aufzug passen, wird dieser vergrößert. Dafür muss der Betonschacht bei laufendem Betrieb der beiden Arztpraxen und des Caritasverbandes nass geschnitten und erweitert werden. Ende des Jahres soll der Aufzug in Betrieb genommen werden. Die alten Balkone am Franziskushaus werden komplett abgerissen.

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„In Haltern gibt es baurechtlich gesehen kein Hochhaus“, sagte Verwaltungssprecher Georg Bockey nach dem verheerenden Hochhausbrand in London. Bundesweit waren Fassaden von Hochhäusern überprüft worden. Das Franziskushaus an der Sixtusstraße sei zwar insgesamt etwas mehr als 22 Meter hoch – rechtlich spricht man aber nur von einem Hochhaus, wenn der Fußboden des obersten Aufenthaltsraums 22 Meter über der Geländeoberfläche ist.

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