Freibad dümpelt wohl noch Jahre vor sich hin

DORSTEN Baden kann man schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr, klettern wird man in Zukunft auch nicht können und fürs Wohnen ist die Freizeitfläche nicht vorgesehen. Nur, dass in dem abgesperrten Bereich niemand seine Freizeit verbringen darf.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 26.01.2009, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Freibad bleibt wohl noch Jahre verwaist.

Das Freibad bleibt wohl noch Jahre verwaist.

Alles deutet darauf hin, dass noch über Jahre auf dem Freibadgelände alles beim alten bleibt - ein schönes Stück Dorsten bleibt völlig verwaist hinter Gittern. Das Allerschlimmste: Es gibt derzeit keinen konkreten Plan, wie der große Grünbereich aus seinem Dornröschen-Schlaf erweckt werden könnte. Denn nachdem das Kletterpark-Projekt mangels Investoren wohl gescheitert sein dürfte, fehlt es an bezahlbaren Ideen für eine neue Nutzung des Geländes.

Seitdem der Umbau durch die Pleite der privaten Bäderbetreiber unvollendet blieb, klafft die Baustelle wie eine offene Wunde im Stadtgebiet. "Wir können nicht einmal hergehen und die Grube zukippen lassen, weil das eine freiwillige Ausgabe wäre", sind nach Auskunft von Pressesprecherin Lisa Bauckhorn der Stadtspitze wegen der prekären Finanzlage die Hände gebunden.Gelände darf nicht freigegeben werden

Einfach freigeben könne man das Gelände nicht, weil die Stadt sonst haften müsste und wegen der Unfallgefahr dafür das Risiko zu groß sei. Was zu der paradoxen Situation führt, dass ein Naherholungsbereich an der Nahtstelle der bevölkerungsreichen Ortsteile Hervest und Holsterhausen den Bürgern vorenthalten werden muss.

Als Ausweg aus dieser verzwickten Klemme gäbe es drei Möglichkeiten:

  • Die Stadt saniert ihren Haushalt und gewinnt wieder finanziellen Handlungsspielraum. Sprechen wir in 20 Jahren nochmal drüber!

  • Ein Mäzen, dem die Stadt am Herzen liegt, spendiert die Mittel, so dass der Bereich halbwegs wieder hergerichtet werden kann und zum Spazierengehen oder als Spiel- und Liegewiese im Sommer nutzbar wäre. Gerade, weil Dorsten ein Stadtpark fehlt und die Kanalpromenade oder der Freizeitbereich von Maria Lindenhof dafür kein echter Ersatz sind, wäre dies eine sinnvolle Sache.

  • Ein Investor hat nicht nur eine Idee für den Bereich Sport, Spiel und Freizeit, sondern ist auch noch bereit, für die Realisierung Geld in die Hand zu nehmen. Im Rathaus würde man, so Lisa Bauckhorn, für solche Leute den roten Teppich ausrollen.

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