Freier Blick beim "Kiep"

HALTERN Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am 1. März beim Kiep 2008 in einer hinteren Reihe, Käthe Lachmann verzieht das Gesicht, das Publikum biegt sich vor Lachen und Sie haben nichts gesehen. Wird nicht passieren, dafür sorgt TTL.

von Von Daniel Maiß

, 12.02.2008, 12:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>So wird es in der Seestadthalle beim Kiep 2008 aussehen, die weißen Flächen rechts und links neben der Bühne sind die Video-Leinwände. privat</p>

<p>So wird es in der Seestadthalle beim Kiep 2008 aussehen, die weißen Flächen rechts und links neben der Bühne sind die Video-Leinwände. privat</p>

"Tombült Ton&Lichttechnik" - das kommt heraus, wenn man TTL auseinander bröselt. Dahinter steckt vor allem Bernd Michael Tombült. Und der hatte im Vorfeld des Kiep 2008 eine Idee. "Ich war bei einer Veranstaltung, bei der mit Video-Leinwänden gearbeitet wurde, das kam super an. Da dachte ich: Das wäre doch auch was für Haltern." Seine Idee kam an und deshalb gibt es alle Kabarettisten am 1. März in der Seestadthalle dreifach zu sehen. Einmal auf der Bühne und zweimal auf Videoleinwänden, die links und rechts neben den Brettern, die die Welt bedeuten, platziert werden. "Wir haben das genau berechnet, jeder wird alles sehen können, egal, wo er sitzt", verspricht Tombült. Allerdings ist TTL nicht für die Installation zuständig. "Ich gehe da nach dem Motto: Jeder macht das, was er kann", erklärt der 38-Jährige, warum er die Firma Gehling mit ins Kiep-Boot geholt hat. "Mit denen haben wir schon oft zusammengearbeitet, das klappt, die können meine Ideen auch umsetzen."

Gala-Charakter

Lange wurde ent- und wieder verworfen, am Ende stand ein Aufbau fest, der so nicht üblich ist. "Die Planungsphase hat doppelt so lang gedauert wie üblich. Es sollte aber auch gut aussehen, schließlich hat der Kiep ja Gala-Charakter. Da muss sich die Technik anpassen", zeigt der Ochtruper fast mit jedem Satz, wie wichtig ihm der Halterner Kabarettpreis über die Jahre geworden ist. Es ist bereits das fünfte Mal, dass Tombült mit seinem Team bei der "Kulturboitel"-Veranstaltung der Stadt für den richtigen Ton und das richtige Licht sorgt. Nun kommen noch die Leinwände hinzu. Die werden 2,20 Meter breit und 1,80 Meter hoch sein. "Das reicht völlig aus, bei größeren müssten die Zuschauer zu sehr den Kopf bewegen", so Tombült weiter. Trotz aller Innovation und Vorfreude bedeutet der Kiep für TTL natürlich auch viel Arbeit.

Zwölf Stunden Aufbau

Mindestens zwölf Stunden werden die sechs Mitarbeiter für den Aufbau brauchen. "Dann heißt es: Daumen drücken. Ich habe immer Bammel, dass mal die Technik versagt", gibt der 38-Jährige zu. Ersatz hat er in der Hinterhand. "Ein Not-Besteck haben wir immer in der Tasche, aber kein ganzes Service", erklärt Tombült und meint damit, dass es keine komplette Ersatz-Anlage wie bei anderen Veranstaltungen geben wird. Aber bisher hat beim Kiep immer alles geklappt, warum dann nicht auch in diesem Jahr.

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