Gärten von Halterner Familien als „schmetterlingsfreundlich“ vom Nabu ausgezeichnet

rnGärten in Haltern

Schwalbenschwänze, Distelfalter, Bläulinge, Pfauenauge: Ein wahres Schmetterlingsparadies ist der Garten von Familie Kalfhues in Haltern. Dafür gab es jetzt eine Auszeichnung vom Nabu.

Haltern

, 25.10.2019, 12:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Rahmen seines Projektes „Zeit der Schmetterlinge“ hatte der Nabu schmetterlingsfreundliche Gärten in NRW gesucht. Eigentlich wurden in diesem Jahr nur Schul- und Kita-Gärten ausgezeichnet, aber für die Halterner Gärten habe man eine Ausnahme gemacht, sagt Nabu-Projektleiterin Sarah Bölke.

In Haltern haben gleich vier Gärten gewonnen, darunter zwei vom örtlichen Nabu gepflegte Anlagen. Aber auch zwei Privatgärten hatten sich beworben. Einer der beiden gehört Familie Kalfhues, In ihrem etwa 4500 Quadratmeter großen Außenbereich am Waldrand finden die Falter und ihre Raupen optimale Lebensbedingungen.

„Wir hatten etwa 20 bis 30 Distelfalter, Admirale, Pfauenaugen und als besonderes Highlight Schwalbenschwänze“, sagt Heinz Kalfhues. „So eine große Artenvielfalt wie hier sieht man selten“, erklärt Sarah Bölke den Grund, warum die Jury sich für den Garten von Familie Kalfhues entschieden hat. Mit Bildern aus dem Sommer und einer ausführlichen Beschreibung ihres kleinen Paradieses hatten sich die Halterner beworben.

Refugien für Kleintiere und Insekten

Von der Blütenpracht des Sommers ist jetzt natürlich wenig zu sehen. Aber Sarah Bölke erkennt trotzdem, was den Garten für die Insekten so attraktiv macht. „Wenn die abgestorbenen Pflanzen stehen gelassen werden im Garten, sehen wir, dass die Besitzer es ernst meinen“, erklärt Sarah Bölke.

Die Pflanzen dienten im Herbst und Winter als Nahrungsquelle und Überwinterungsplatz. Der Garten ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt: Da ist eine Wiese, die weitestgehend sich selbst überlassen wird, ein kleiner Teich als Refugium für Frösche und Kröten, Weißdornsträucher, Rhododendren, im bewirtschafteten Teil ein Bereich für Gemüse, es gibt Himbeer- und Brombeersträuche.

„An den Möhren hatten wir ein knappes Dutzend Schwalbenschwanzraupen“, sagt Heike Kalfhues. „Ich achte schon darauf, dass wir Blumen pflanzen, die früh und spät und möglichst lange blühen.“

Fledermäuse freuen sich auch über die Insekten

Auch wenn im Garten viele wilde Ecken sein dürfen, viel Arbeit macht er dennoch, geben die Kalfhues‘ zu. „Ich bin eigentlich den ganzen Tag von morgens bis abends im Garten“, sagt Heinz Kalfhues, der zudem Vorsitzender des Natur- und Vogelschutzvereins Haltern ist. Sein Engagement kommt also nicht von ungefähr.

Das reiche Angebot an Insekten freut aber nicht nur den Nabu, sondern auch die Fledermäuse, die seit Jahren am Haus einen Unterschlupf gefunden haben. „Bis zu 60 Zwergfledermäuse hatten wir hier bereits“, sagt Heike Kalfhues. Neben der Plakette „fledermausfreundlicher Garten“ wird nun bald eine weitere für „Schmetterlingsfreundlichkeit“ hängen.

Ebenfalls wurde vom Nabu der Garten der Familie Kern ausgezeichnet sowie die Nabu-Gärten Schultenbusch und am Bahnhofszufuhrweg 6-8.

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