Ganz nah am Original: „Kings of Floyd“ erschufen für 500 Zuhörer die perfekte Illusion

rnPink-Floyd-Coverband

Original und Fälschung liegen bei den „Kings of Floyd“ dicht beieinander. Musikalisch wurde in Haltern eine perfekte Tribute-Show geboten. Technisch lief aber nicht alles glatt.

Haltern

, 09.02.2020, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter widrigen Umständen hatten die „Kings of Floyd“ ihr Publikum bei ihrer Tribute-Show mitgenommen auf eine Reise mit Hits der erfolgreichsten Phase ihrer britischen Vorbilder - der legendären Rockband Pink Floyd. Eins gleich vorweg: Musikalisch hielt die Band am Freitagabend in der Aula des Schulzentrums ihr Versprechen ohne Kompromisse. Die visuelle Umsetzung allerdings ließ zu wünschen übrig.

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Die Kings of Floyd in Haltern

Die Licht- und Lasershow ließ zwar etwas zu wünschen übrig, aber der Sound war eine perfekte Erinnerung an das Original.
09.02.2020
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Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann
Die Kings of Floyd lieferten eine fast perfekte Show.© Andreas Hofmann

Roger Waters und David Gilmour hätten ihre helle Freude an diesen sieben Vollblutmusikern gehabt. Wie die gut 500 Zuhörer auch wären sie gleich zu Beginn bei „Welcome to the Machine“ schwer beeindruckt gewesen - auch wenn die Notbeleuchtung im Saal mächtig störte. Täuschend echt spielen die Musiker Songs der Alben „Meddle“ (One of these days, Echoes) und „Dark Side of The Moon“ (Breathe, Money, Us und Them, Brain Damage).

Eine perfekte Illusion

Den gitarren- und bassbetonten Stil dieser Musik setzen Maurus Fischer und Hans Maahn brillant um. Jürgen Magdziak am Keyboard besticht durch seine Virtuosität. Drummer Bernie Bovens sorgt hinter einer Plexiglasmauer für den richtigen Wumms. Mark Gillespie begleitet die Akteure an der Akustik-Gitarre. Mit seiner mal rauchigen, mal sanften Stimme macht der britische Sänger die Illusion, in einem echten Pink-Floyd-Konzert zu sein, perfekt.

Bei „The Great Gig In The Sky“ dreht Sängerin Lucy Wende, die sonst weitgehend im Hintergrund agiert, mit einem perfekten Gesangssolo auf. Das Publikum ist begeistert. Nach „Take it Back“ (Division Bell) und „Have A Cigar“ ist Bernd Winterschladen am Zug. Am Saxofon fährt er bei „Shine On You Crazy Diamond“ zu Höchstleistungen auf. Den Zuhörern bleibt die Puste weg. Bei „Time“ steht dann Fischer im Fokus. Dazu Gillespies Stimme. Wer jetzt die Augen schließt, kann zwischen Original und Kopie nicht mehr unterscheiden.

Weiter geht‘s unter anderem mit „Comfortably Numb“ und „Another Brick in The Wall“. Den krönenden Abschluss bildet Wish You Were Here. Das Publikum gibt standing ovations.

„1000 Besucher schaffen wir locker“

Die 2011 gegründete Band, deren Mitglieder mit Weltstars wie Jethro Tull, Lisa Stansfield (Gillespie), Tyree Glenn Jr. (Fischer/Magdziak) und Chris Barber (Fischer), Klaus Doldinger (Magdziak) und Gianna Nannini (Hans Maahn) arbeiten oder zusammengearbeitet haben, füllt zwar keine riesengroßen Hallen. „1000 Zuhörer schaffen wir aber locker“, sagt Keyboarder Magdziak im Gespräch mit der Halterner Zeitung.

Decken der Aula waren für die Licht- und Lasershow zu niedrig

Die dafür notwendige Lokalität haben die Kings of Floyd in Haltern offenbar nicht gefunden. Und so haperte es - bei aller musikalischen Genialität - mächtig an der versprochenen hochkarätigen Licht- und Lasershow. Die Decken der Aula waren zu niedrig. „Ein Lkw voller Schweinwerfer und Laser steht auf dem Parkplatz“, bedauerte denn auch Mark Gillespie. Es blieb leider bei einer Laser-Sparversion.

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