Gelder für Hikkaduwa eingefroren

HALTERN/HIKKADUWA Regen, Regen, Regen – ohne Unterlass. Die Hütten, die ohnehin schon keinen Wohnkomfort boten, sind überflutet und zusammengebrochen. Ort der Naturkatastrophe: Hikkaduwa, die Küstenstadt im Süden Sri Lankas, für die sich nicht nur Halterner im und mit dem Verein „Haltern hilft Hikkaduwa“ mit Rat, Tat und Geldmitteln engagiert hatten.

von Von Elke Rüdiger

, 02.09.2008, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine vom Regen zerstörte Hütte.

Eine vom Regen zerstörte Hütte.

Weihnachten 2005 raubte die Tsunami-Katastrophe der asiatischen Küstenstadt sehr vieles, was für eine menschenwürdige Existenz notwendig ist. Seitdem waren die Helfer des Vereins „Haltern hilft Hikkaduwa“ konstant im Einsatz. Anfang des Jahres sahen sie ihre Mission beendet und beschlossen im März: „Ab Juli wird es rein formal kein ,Haltern hilft Hikkaduwa’ mehr geben.“ Doch die Menschen würden vom vorhandenen Guthaben, rund 1500 Euro, profitieren. Mit der Hilfe aus Deutschland kämen die Menschen noch bis 2009 aus, hieß es damals.

Der Juli-Termin wurde gewählt, um die Rest-Gelder nicht zu gefährden (sondern sie rechtzeitig zu überweisen). Denn bei Auflösung eines Vereins fällt ein eventuelles Guthaben an, das in diesem Fall an das DRK überwiesen wird. Denn das DRK wurde bei Vereinsgründung als Nutznießer festgelegt. „Dabei hatte aber niemand bedacht, dass das Vereins-Ende mit dem Tag des Beschlusses gültig wird“, erklärte nun die ehemalige Vorsitzende Angelika Oexmann. Jetzt sind die Gelder bis März nächsten Jahres eingefroren und die Zahlungen /Leistungen an die Paten blockiert. „Dann sind noch die Gerichts- und Anwaltskosten abzurechnen und eventuelle Ansprüche zu erfüllen“, meint sie weiter. Sie hofft, dass das DRK mit sich reden lässt und das Rest-Geld an das Vereins-Projekt in Hikkaduwa überweist. Das sei aber noch nicht mit den Verantwortlichen abgesprochen

Mahipale, der Projektleiter in Hikkaduwa, ist auf Einladung eines Hamburger Projektes auf der Durchreise und zum Heimatfest-Samstag in Haltern. Unbürokratisch leisteten die Stadtagentur-Mitarbeiter schnelle Hilfe: Mahipale kann Samstag eine Fotowand in der Merschstraße aufbauen. Dort steht er von 10 bis 18 Uhr Interessierten, vor allem den Paten, Rede und Antwort. Gleichzeitig bittet er um Spenden für bisher betreute sowie neue Familien.

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