Geplante Ausweitung der A 43-Raststätte stößt auf Widerstand

18 Hektar größer

LAVESUM Je zwölf LKW-Stellplätze gibt es auf beiden Seiten der Raststätte Hohe Mark-West an der A 43. Bis 2025 könnten es bis zu 100 je Seite sein. So jedenfalls sieht es die bisherige Planung des Landesbetriebs Straßen.NRW vor.

von Von Silvia Wiethoff

, 12.03.2010, 15:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fernlaster parken auf der  Rststätte Hohe Mark-West. Gegenüberliegend die Raststätte Hohe Mark-Ost.

Fernlaster parken auf der Rststätte Hohe Mark-West. Gegenüberliegend die Raststätte Hohe Mark-Ost.

Bei zwei Ortsterminen in jüngster Vergangenheit seien die Behördenvertreter allerdings selbst über die Dimension ihrer Entwürfe überrascht gewesen. Dies erklärte jetzt Hans-Ulrich Rieken für die Verwaltung im Umweltausschuss. Die Stadt Haltern hat die Planer ohnehin schon wissen lassen, dass die Ausweitung der Rastanlage um 18 Hektar vor Ort auf erhebliche Widerstände stößt.

Auf Anfrage der Halterner Zeitung teilte Guido Hütte vom Landesbetrieb mit, dass mittlerweile über alternative Standorte in dem Abschnitt zwischen A 1 und A 52 nachgedacht werde. Allerdings erschwere die Tatsache, dass die Brummifahrer eine bewirtschaftete Rastanlage anfahren wollten, die Lösungsfindung. Es sei aber durchaus möglich, dass die geplante Größenordnung der Erweiterung in Lavesum reduziert werde.

Dass grundsätzlich mehr LKW-Stellplätze benötigt werden, weil der Schwerlastverkehr zugenommen hat und die Fahrer ihre vorgeschriebenen Ruhepausen einhalten müssen, stand im Umweltausschuss bei allen Fraktionen außer Frage. "Sonst stehen die LKW abends im Wohngebiet", beschrieb Maaike Thomas (Grüne) die bereits gängige Praxis auch in Haltern.  Standort im Ruhrgebiet Nach Ansicht von Thomas eigne sich eher ein Standort im Ruhrgebiet, zum Beispiel Stukenbusch, für eine Erweiterung. Zu einer ähnlichen Einschätzung kam die CDU-Fraktion. Franz-Josef Tönnis schlug vor, Industriebrachen im Bereich Recklinghausen oder Herne zu nutzen, um eine neue Raststätte anzulegen. "Die in Lavesum geplante Größe erscheint uns gigantisch", kritisierte er den vorgesehen Flächenverbrauch. Für die SPD kommt dieser nur in Frage, wenn es keine Alternative zum Standort gibt.

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