Granatenfund legte Baustelle in Sythen lahm

Arbeiten an Windrädern

Das hätte auch explosiv enden können: Bauarbeiter haben im März auf der Baustelle für die neuen fünf Windräder an der Münsterstraße in Sythen eine Granante aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Danach ruhten die Arbeiten erst mal für elf Tage.

SYTHEN

, 11.04.2016, 17:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im März ruhte für anderthalb Wochen die Arbeit an der Windparkbaustelle der BayWa r.e. in Uphusen.

Im März ruhte für anderthalb Wochen die Arbeit an der Windparkbaustelle der BayWa r.e. in Uphusen.

Wie erst jetzt bekannt wurde, mussten die Arbeiten an den geplanten Windrädern an der Münsterstraße (L551) Mitte März für anderthalb Wochen ruhen. Grund war eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei Bodenarbeiten entdeckt wurde. Laut Auskunft der Baufirma Arning hat der Kampfmittelräumdienst die Granate, die keinen Zünder mehr hatte, mittlerweile entfernt und die Bauarbeiten laufen wieder normal und voll im Zeitplan.

Bei Fräsarbeiten freigelegt

Im Bereich zwischen Lavesum und Sythen-Uphusen will das Unternehmen BayWa renewable energy aus München fünf Windenergieanlagen erstellen. Stadtsprecher Georg Bockey erklärt auf Anfrage, dass bei Fräsarbeiten am Boden der Baustelle die Maschine im März einen Metallgegenstand freigelegt hätte.

Keine Einschläge von Fliegerbomben

Nachforschungen der verständigten Ordnungsbehörden ergaben, dass es sich um eine deutsche Artilleriegranate ohne Zünder gehandelt habe. Man habe mit der Bezirksregierung die Luftbilder dieses Bereichs ausgewertet und keine aufgezeichneten Einschläge von Fliegerbomben dort festgestellt. Warum die Baufirma trotzdem die Arbeiten für elf Tage ruhen ließ, konnte der Stadtsprecher allerdings auch nicht sagen. 

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