Günter Irmen ist seit 22 Jahren mit Friseurkosmetik erfolgreich

Haarige Geschichte

"Haarige Angelegenheiten" sind Günter Irmens Spezialität. Vor 22 Jahren kaufte er sich in das Halterner Unternehmen Elkaderm ein und machte aus diesem einen respektablen Anbieter für Friseurkosmetik. Eine Halterner Erfolgsgeschichte.

HALTERN

von Von Silvia Wiethoff

, 13.09.2012, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Günter Irmen ist stolz auf die 32-jährige Geschichte des Unternehmens Elkaderm in Haltern.

Günter Irmen ist stolz auf die 32-jährige Geschichte des Unternehmens Elkaderm in Haltern.

Seit 2007 ist das Unternehmen zum Beispiel bekannt für seine Serie „Neutrea“, die für Kundschaft mit allergener Veranlagung gedacht ist und mehr auf die Pflege von Haaren und Kopfhaut setzt als Produkte aus der Apotheke. „Mit der Kernmarke Elkaderm machen wir heute nur 15  Prozent unseres Umsatzes“, verrät der Firmenchef. Der Rest der Produktion wird als „Private Label“ bezeichnet, was bedeutet, dass diese Eigenmarken für Friseurketten und internationale Trendsetter herstellen.

Wenn zum Beispiel Starfriseur Udo Waltz in Berlin seine Pflegeserie an die modebewusste Kundschaft aus der ganzen Welt verkauft, dann stammt der Inhalt bei einem Produkt aus Haltern. Für viele Endverbraucher bleibt also unbemerkt, dass sie ihr Haar mit Ingredienzen besänftigen oder aufrichten, die in Haltern gemischt wurden. „Haltern am See, das ist irgendwo mitten in Deutschland“, schreibt ein namhaftes Fachblatt über den Standort von Elkaderm. Immerhin werden anschließend nicht die berühmten Protagonisten Fuchs und Hase genannt, sondern Arminius und Varus, die vor 2000 Jahren hier zusammentrafen.

Das Erstaunen über die moderne Erfolgsgeschichte von Elkaderm, die im Schatten der Branchenriesen wie Wella und Loréal in der Provinz spielt, ist aus dem Artikel herauszulesen. Entscheidender Vorteil der Halterner Firma ist, dass sich an der Annabergstraße gleich neben der Verwaltung auch die Labors, die Produktion und das Lager befinden. Kurze Wege bedeuten schnelle Entscheidungen.

„Die ersten fünf Jahre waren der nackte Kampf ums Überleben“, erinnert sich Günter Irmen an die Anfänge. „Wenn wir es nicht schaffen, wer dann“, habe er sich häufig mit seinen beiden Teilhabern Mut machen müssen. 1997 erfolgte dann der Durchbruch, als Elkaderm für einen großen Konzern in London ein Dauerwellenprodukt für das europäische und das asiatische Haar entwickelte.

„Seitdem gab’s kein Minus mehr“, sagt Günter Irmen bescheiden, denn sein Unternehmen ist weiterhin auf Expansionskurs. Im Oktober soll Richtfest für einen 400 qm großen Anbau mit neuem Lager, Labor und zwei Büroräumen gefeiert werden. Wenn Irmen, der vor seinem Halterner Abenteuer viele Jahre der Marketingabteilung eines haarkosmetischen Konzerns vorstand, mit Kunden über neue Geschäftsideen und Produktlinien verhandelt, dann geht es meistens auch um die ansprechende Verpackung.

Für den Fachmann ist das Drumherum das erste sinnliche Erlebnis, mit dem er seine Kunden überzeugt. Wenn er dann das Produkt präsentiert, ist es fast so, als stecke in jedem Behältnis ein Tropfen Irmen-Herzblut. „Einen Kunden hat man nur einmal“, lautet sein Wahlspruch, gepaart mit dem Satz: „Es wartet niemand auf Elkaderm“. Aus diesem Grund beobachtet der 58-jährige Familienvater, der darauf hoffen darf, dass der eigene Nachwuchs in seine Fußstapfen tritt, ständig den Markt, spürt Trends auf und entwickelt eigene Nischenprodukte.

Worauf bei Elkaderm bei der Entwicklung und Herstellung besonders geachtet wird? Günter Irmen muss kaum eine Sekunde nachdenken, bevor er sagt: „Qualität, Qualität, Qualität.“

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