Gute Nachrichten aus der Aula für Eltern von Kindergarten-Kindern

rnKinderbetreuung

Zum ersten Mal in der kommunalpolitischen Geschichte wurde die Schulzentrums-Aula zum Sitzungsort. Für Eltern von Kindergarten-Kindern verkündete das Jugendamt dort gute Nachrichten.

Haltern

, 01.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Um die Abstandsregeln, die in Zeiten von Corona geboten sind, einhalten zu können, suchte der Ausschuss Generationen und Soziales mit seinen 38 stimmberechtigten und beratenden Mitgliedern einen Tagungsort außerhalb des Rathauses. Er zog in die Aula des Schulzentrums und beriet unter luftigen Bedingungen ein letztes Mal vor Ende der Legislaturperiode. Dabei ging es unter anderem um die Betreuungssituation in den Kindergärten während der vergangenen Wochen und die Elternbeiträge. Für Eltern hört sich das Ergebnis gut an.

Weniger Betreuungszeiten, weniger Beiträge

Denn in den Monaten Juni und Juli erhebt die Stadt mit Zustimmung des Ausschusses lediglich die Hälfte der sonst zu zahlenden Kindergarten-Beiträge. Umgesetzt wird das nach Auskunft von Jugendamtsleiter Gisbert Drees so: Im Juni bucht die Stadt nichts ab, dafür im Juli die vollen Beiträge. Im April und Mai hatte die Stadt wegen des Betretungsverbots der Kitas komplett auf Beiträge verzichtet.

Video
Ausschuss-Sitzung in der Aula

Inzwischen dürfen die Kinder, die ab Sommer in die Grundschule wechseln, wieder in die Kitas, am 8. Juni folgen auch die anderen. „Allerdings liegen die Betreuungszeiten um zehn Stunden niedriger, es gibt nur feste Gruppen, keine offenen Konzepte, die Gruppen sind räumlich voneinander getrennt, Hygienekonzepte müssen eingehalten werden. Zusammengefasst bedeutet dies, dass zunächst einmal nichts so ist wie früher“, erläuterte Gisbert Drees den Ausschuss-Mitgliedern die aktuelle Situation.

Jugendamtsleiter Gisbert Drees dankt den Eltern

Er ging auch auf die zurückliegenden Wochen ein. Dabei sprach Drees den Halterner Familien ein großes Lob aus. Der weit überwiegende Teil habe die Situation trotz aller Schwierigkeiten sehr gut und verantwortungsbewusst überbrückt, obwohl die Lage von Woche zu Woche schwieriger geworden sei.

Jetzt lesen

In der ersten Phase der Schließungen gab es laut Jugendamtsleiter nur begrenzte Ausnahmen vom Betreuungsverbot. Es durften lediglich Kinder kommen, bei denen beide Eltern in systemrelevanten Bereichen arbeiteten. Ab dem 16. März wurden 50 Kinder betreut (bei rund 1500 Betreuungsplätzen entspricht das etwa einem Anteil von drei Prozent).

Aktuell werden wieder 710 Kinder betreut

Später reichte es aus, wenn ein Elternteil systemrelevant eingestuft war. Ab dem 14. Mai konnten die Kinder im letzten Kindergartenjahr, die Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen, und integrativ betreute Jungen und Mädchen wieder die Kita besuchen. Seit dem 28. Mai sind alle Vorschulkinder zurück. Aktuell werden 710 Kinder betreut, was etwa 47 Prozent entspricht.

Doch der Jugendamtsleiter warnt: Trotz weiter gesunkener Infektionszahlen sei sicherlich noch keine Entwarnung angesagt. Corona werde den Alltag weiterhin wesentlich beeinflussen.

Lesen Sie jetzt