Haltern erwartet Ankunft von 130 Flüchtlingen

Briten-Büros werden Notunterkunft

Die Büros der Britischen Rheinarmee in den Borkenbergen werden zur Landes-Notunterkunft für Flüchtlinge. Diese Nachricht übermittelte Regierungsvizepräsident Dorothee Feller ins Rathaus. Am Dienstag nächster Woche werden 130 Flüchtlinge erwartet. Die Stadt bündelt alle Kräfte, um die Infrastruktur zu schaffen.

HALTERN

, 20.08.2015, 13:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Haltern erwartet Ankunft von 130 Flüchtlingen

Die Büros der Britische Rheinarmee, die Ende Juli den Truppenübungsplatz Borkenberge aufgab, werden zur Erstlings-Notunterkunft für 130 Flüchtlinge.

Damit kommt alles anders als geplant. Gerade hatte Bürgermeister Bodo Klimpel mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) einen Vertrag unterzeichnet, weil die Stadt die Büros vier Jahre lang für die Unterbringung von 100 alleinstehenden Asylbewerbern nutzen wollte. "Jetzt stehen wir vor der hoch anspruchsvollen Aufgabe, die Ankunft der Flüchtlinge vorzubereiten", sagte gestern Helmut Lampe, Leiter Ordnung und Soziales bei der Stadt Haltern.

Sanitärcontainer sind rar

Aufgabe der Stadt ist, für Brandschutz zu sorgen, Rettungswege einzurichten, vernetzte Rauchmelder in den Räumen anzubringen, sich um die Ausstattung der Zimmer zu kümmern und inzwischen zur Mangelware gewordene Sanitärcontainer zu besorgen. Feldbetten und Bettzeug organisierte sie, so Helmut Lampe, über den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes. Mitarbeiter des Baubetriebshofes leisten zusätzliche Arbeit, möglicherweise auch noch am Wochenende, um die Erstlings-Unterkunft herzurichten. "Wir haben das Glück, dass wir notfalls auch auf das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr zurückgreifen können", ist Helmut Lampe froh.

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Mit der Ankunft der Flüchtlinge hört die Zuständigkeit der Stadt auf. Ab dann kümmert sich das Land um Betreuung, Verpflegung, Registrierung, Gesundheitsuntersuchung und Sicherheit der angekommenen Familien.

Wie lange sie in Sythen bleiben, vermag Helmut Lampe nicht zu sagen. Das hängt davon ab, wie schnell sie auf Kommunen verteilt werden können. Die räumlichen Kapazitäten im Münsterland seien bald ausgeschöpft, sagte Dorothee Feller in einem Interview. Laut Bezirksregierung Münster kann die Verweildauer zwischen zwei Tagen und sechs Wochen liegen.

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