Halterner Ärzte wollen vorerst nicht streiken

Streit um Honorare

Halterns Kassenärzte verzichten im Kampf um höhrere Honorare vorerst auf Praxisschließungen. Darauf verständigte sich das Halterner Ärztenetz am Donnerstag. Doch die Mediziner behalten sich im Streit mit den gesetzlichen Krankenkassen Aktionen vor.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 07.09.2012, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Proteste richten sich in der kommenden Woche gegen die Krankenkassen. Der Bürokratie-Aufwand wird zurückgefahren, Kontakte zu den Kassen auf die Zeit außerhalb der Sprechstunden beschränkt. Die Krankenkassen sollen laut Empfehlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung „gezielte Nadelstiche spüren“. Sollte keine Verhandlungslösung gefunden werden, schalten die Mediziner Woche für Woche neue Maßnahmen.

Die Verhandlungen um Honorarerhöhungen platzten Anfang der Woche. Die Ärzte verlangen eine Erhöhung von elf Prozent, die Kassen bieten 0,9 Prozent an. Björn Hollensteiner: " Wir handeln nicht aus Geldgier. Seit drei Jahren hatten wir Nullrunden, in dieser Zeit sind die Praxisausgaben wie Gehälter, Mieten und Energiekosten nicht unbeträchtlich gesiegen." Die Erhöhung um elf Prozent höre sich erst einmal viel an, würde aber nur gestiegene Kosten ausgleichen. Ein weiterer Aspekt sei das Nachwuchsproblem unter den Hausärzten wegen des finanziellen Risikos einer Praxisgründung. Die Halterner Ärzte werden beobachten, ob und wie die Kassen auf erste Maßnahmen reagieren, notfalls folgen weitere Aktionen. Sie wollen die Auseinandersetzung mit den Kassen jedenfalls nicht auf dem Rücken der Patienten austragen.

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