Halterner Ärztesprecherin sagt: „Die Grippewelle hat Haltern erreicht“

rnGrippe in Haltern

„Die Grippewelle ist jetzt auf jeden Fall da“, sagt die Halterner Ärztesprecherin Dr. Astrid Keller. Und noch eine andere Erkrankung ist gerade im Umlauf.

Haltern

, 14.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Grippewelle hat Haltern erreicht. Das sagte die Halterner Ärztesprecherin Dr. Astrid Keller am Mittwoch. „Wir haben seit letzter Woche gesicherte Fälle, das haben wir labordiagnostisch nachgewiesen. Man merkt, dass es vor 14 Tagen so richtig angefangen hat“, so Keller.

„Ich glaube, es ist noch nicht so schlimm wie im vergangenen Jahr, aber die Welle ist jetzt auf jeden Fall da.“ Wie viele Grippefälle es in ihrer Praxis seither gegeben habe, das lasse sich nicht so einfach beziffern, so Keller.

Viel trinken und bakterieller Infektion vorbeugen

Wenn einen die Grippe erwischt hat, dann rät Astrid Keller Erkrankten vor allem dazu, viel zu trinken und sich körperlich zu schonen. Das sei vor allem deshalb wichtig, weil nach einer anfänglichen Verbesserung des Gesundheitszustandes in manchen Fällen wieder eine Verschlechterung eintreten könne. Der Grund sei dann oft eine bakterielle Infektion wie eine Lungenentzündung, die sich auf die Grippeinfektion draufsetze. „Dann sollte man noch einmal den Hausarzt aufsuchen“, so Keller. „Die Grippe ist bis fünf Tage nach Ausbruch ansteckend, danach ist es trotz Krankheitssymptomen unwahrscheinlicher, dass man jemand anderes ansteckt.“

Zur Person

Dr. Astrid Keller

Halterner Ärztesprecherin sagt: „Die Grippewelle hat Haltern erreicht“

Halterner Ärztesprecherin Dr. Astrid Keller © Praxis

Dr. Astrid Keller ist seit 2018 die Sprecherin der Halterner Ärzte.

Neben der Zahl der Grippefälle habe auch die Zahl der Magen-Darm-Erkrankungen zugenommen, sagte Keller. „In den Wintermonaten treten beide Infekte häufiger auf. Wenn es irgendwie geht, dann sollte man wegen der Ansteckungsgefahr in der akuten Phase am besten zu Hause bleiben - nur bei anhaltendem Erbrechen und Durchfall oder ernsthaften Vorerkrankungen einen Arzt aufsuchen. Wenn man ansonsten relativ gesund ist, ist es nach ein bis zwei Tagen überstanden“, so Keller.

Bundesweit nimmt die Zahl der Influenza-Erkrankungen zu

Bundesweit nehmen die Grippefälle aktuell zu, heißt es in dem aktuellen Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts. Seit Oktober hat es im Kreis Recklinghausen 139 Influenzafälle gegeben, heißt es auf der Seite des Landeszentrums Gesundheit NRW in Bochum (Vorjahreszeitraum: 133 Fälle). 66 der 139 Fälle seien in der vergangenen Woche gemeldet worden.

Seit Anfang Oktober hat es in Deutschland bisher 35.051 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle gegeben - 14.341 davon seit Anfang des Jahres. In 74 Fällen starben Menschen mit einer Influenzainfektion. Für NRW hat das Landeszentrum Gesundheit NRW in Bochum seit Anfang des Jahres bis zum 10. Februar 4343 Fälle an das Robert-Koch-Institut gemeldet. 1815 Fälle seien allein in der vergangenen Woche gemeldet worden.

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