Halterner Ärztin berichtet von ihren Rettungseinsätzen im Mittelmeer

Ruby Hartbrich

Die aus Haltern stammende Ärztin und Seawatch-Aktivistin Ruby Hartbrich wird am 6. Oktober von ihren Einsätzen auf Rettungsschiffen mit aktuellem Filmmaterial berichten.

Haltern

22.09.2019, 10:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Halterner Ärztin berichtet von ihren Rettungseinsätzen im Mittelmeer

Die Marburger Ärztin Ruby Hartbrich ist seit 2015 für den Verein "Sea-Watch" als ehrenamtliche Helferin auf Rettungsschiffen für Flüchtlinge im Einsatz. © Lisa Hoffmann / Sea-Watch e.V.

Auf Einladung des Halterner Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt kommt sie nach Haltern.

Die heute in Marburg tätige und aus den Medien bekannte junge Ärztin hatte im Juli dieses Jahres für ihr Engagement den Preis „Marburger Leuchtfeuer für soziale Bürgerrechte“ von der Humanistischen Union verliehen bekommen.

Einladung zur Diskussion

Von 11 bis 13 Uhr wird sie am 6. Oktober (Sonntag) im Saal des Alten Rathauses die Hintergründe der Fluchtbewegung darstellen und von ihren acht ehrenamtlichen Rettungseinsätzen im Mittelmeer berichten. Alle Interessierten sind zur Diskussion eingeladen.

Die Einsätze der ehrenamtlich Helfenden im Mittelmeer dauern jeweils drei Wochen am Stück. Ruby Hartbrich behandelt bei den Geretteten alle möglichen Krankheiten: Infektionen, Verbrennungen, Schusswunden, Knochenbrüche, Dehydrierung.

„Jeder Mensch verdient zu leben“

„Die Einsätze werden immer schwieriger. Viele Flüchtlinge ertrinken, weil zu wenige Rettungsschiffe vor Ort sind. Die Flüchtenden gehen das Risiko des Ertrinkens ein, weil sie in Libyen und anderen Ländern Gewalt, Folter, Sklaverei und Tod erwarten“, so die Feststellung der ehrenamtlichen Retter. „Jeder Mensch verdient zu leben“, ist die Motivation von Ruby Hartbrich.

„Ruby Hartbrich mahnt uns daran zu denken, was wir tun würden, wenn wir in einer so verzweifelten Situation wären“, heißt es in der Ankündigung. „Eine Welt, die nicht rettet, ist eine Welt, die untergeht“, so hat es Anfang September bei der Ehrung für die Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete der Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola in seiner Laudatio ausgedrückt.

Spenden für Sea-Watch

Auf der Veranstaltung im Alten Halterner Rathaus kann für die Organisation Sea-Watch gespendet werden; Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Weitere Infos unter

www.forumdrv.de

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt