Halterner Anwohnerin: „Die Brände hätte man verhindern können“

rnMülltonnen-Feuer

Drei Mülltonnen brannten am Freitagabend in Haltern am See, zwei weitere bereits in der Nacht zu Donnerstag. Zwei Personen übernachteten bei der Polizei, eine Anwohnerin erhebt Vorwürfe.

Haltern

, 20.08.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Innerhalb einer halben Stunde haben am Freitagabend an drei Stellen nördlich der Halterner Innenstadt Mülltonnen gebrannt. Eine 19-Jährige und ein 26-Jähriger, beide aus Haltern am See, sind wenig später festgenommen worden. Jetzt sagt eine Anwohnerin: „Die Brände hätte man verhindern können.“

In der Nacht zu Donnerstag, gegen 0.10 Uhr brannten zwei Müllbehälter an der Rekumer Passage zwischen Fußgängerzone und Nordwall. „Wir haben die Feuerwehr über die brennenden Container informiert“, sagt eine Anwohnerin, die anonym bleiben möchte. Ihr Freund habe die Container unter einem Vordach des dortigen Supermarktes weggezogen, um zu verhindern, dass das Feuer aufs Gebäude übergreift.

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„Die Feuerwehr hat kein Wort mit uns gesprochen und nur auf Nachfrage gesagt, dass wir gehen können“, so die Anwohnerin. Dabei sei ihr vor Ort schon ein Pärchen „komisch vorgekommen“. Zwei Tage später waren zwei Personen nach drei weiteren Bränden in Gewahrsam genommen. Die Zeugin hat auf unseren Bericht hin ihre Beobachtungen der Polizei geschildert. „Ich fand das Verhalten der Feuerwehr unmöglich“, sagt die Frau.

Ob die Taten zusammenhängen und ob das Paar dasselbe war, kann die Polizei am Montag nicht sagen. „Die Ermittlungen laufen“, heißt es auf Anfrage knapp. Auf welche Art die Brände gelegt wurden und wie genau das Paar aufgespürt wurde, bleibt ebenfalls unklar. „In unmittelbarer Nähe“ des Tatorts seien sie angetroffen worden, sagt Polizeisprecher Andreas Lesch nur.

Bis 5.30 Uhr waren die Verdächtigen im Gewahrsam

„Es war zu befürchten, dass es nicht bei diesen Taten bleiben könnte“, sagt er. Im Falle eines Gewahrsams bis länger als 6 Uhr am Samstag hätte das Amtsgericht zwingend unterrichtet werden müssen. Um 5.30 Uhr sind die Verdächtigen wieder freigelassen worden. Anzeigen wegen Sachbeschädigungen sind geschrieben worden.

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