Marc-Michael Rohde hofft auf mehr Freiheiten im Umgang miteinander für seine Angestellten. © privat
Impfabfrage

Halterner Arbeitgeber befürworten erweitertes Auskunftsrecht zum Impfstatus

Kliniken dürfen den Impfstatus ihrer Beschäftigten schon länger abfragen. Dieses Auskunftsrecht wird auf die Altenpflege und Kinderbetreuung ausgeweitet. In Haltern stößt das auch auf Zustimmung.

Die Große Koalition hat jüngst das Auskunftsrecht zum Impfstatus von Krankenhauspersonal auf die Altenpflege und Kinderbetreuungseinrichtungen ausgeweitet. Zwischenzeitlich wurde auch in Erwägung gezogen, allen Arbeitgebern das Recht zu gewähren, den Impfstatus ihrer Angestellten nachzuvollziehen. Zur Debatte haben sich zwei Halterner Arbeitgeber gegenüber unserer Redaktion geäußert.

Mehr Freiräume für die Mitarbeiter

Marc-Michael Rohde, Filialleiter des Reso-Küchenstudios in Haltern, verfolgte die Diskussion um die Impfabfrage, da er viele Vorteile für das kollegiale Miteinander mit einer Ausweitung verbindet: „Ich bin überzeugt, dass es für alle Angestellten angenehmer ist, wenn sie wissen, dass ihre Kollegen vollständig geimpft sind. So könnte man zum Beispiel Sozialräume wieder für mehr Menschen zugänglich machen, was sicher ein besseres Arbeitsklima mit mehr Freiheiten schafft.“

Allerdings versteht der Filialleiter auch die Bedenken der Kritiker. „Der Datenschutz sollte natürlich gegeben sein, wenn der Impfstatus abgefragt wird. In unserem Betrieb arbeiten in Haltern und Marl 20 Leute, hier kennt man sich und es geht sehr familiär zu. Das ist in größeren Unternehmen natürlich anders.“ Selbstverständlich halte man sich in dem Küchenstudio aber auch weiterhin an die Hygienemaßnahmen. Wie Rohde ausführt: „Wir möchten damit die Gesundheit von Kunden und Angestellten schützen.“

Auskunft über den Impfstatus dient allgemeinem Schutz

Auch die Stadt Haltern spricht sich dafür aus, den Impfstatus der Beschäftigten abfragen zu können. Wie Sophie Hoffmeier, Sprecherin der Stadt, in einem schriftlichen Statement mitteilt, habe die Stadt allen Mitarbeitenden nach Aufhebung der Priorisierung ein Impfangebot gemacht. So konnte schon ein guter Eindruck von der Impfquote der Mitarbeitenden erhalten werden.

Eine Auskunft der Mitarbeitenden über den eigenen Impfstatus hält die Stadt für sinnvoll, da diese Information dem Schutz aller Beteiligten diene und diese für viele Abläufe relevant sei. Da nun größere Veranstaltungen, wie der Sitzungszyklus im Ratssaal begonnen haben, sei diese Information ebenfalls relevant. Hier werde dann selbstverständlich beim Einlass die 3G-Regel überprüft, betonte Hoffmeier.