Halterner Caritas muss auf Haussammlung verzichten - Bitte um Spenden

rnCorona-Pandemie

Die Adventssammlung der Caritas an der Haustür kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Deshalb bemühen sich die Helfer um alternative Wege, ihre vielfältigen Projekte zu finanzieren.

Haltern

, 16.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise gehen viele Caritas-Helfer in diesen Tagen von Haus zu Haus und sammeln Spenden für Gemeindearbeit vor Ort. Denn normalerweise würde jetzt die Adventssammlung beginnen. In diesem Jahr kann die Sammlung wegen Corona-Pandemie nicht stattfinden. Deswegen geht der Wohlfahrtsverband alternative Wege und hofft auf Spenden aus der Bevölkerung. Mit den Geldern unterstützt die Caritas zahlreiche Projekte, an denen auch ehrenamtlichen Helfer beteiligt sind. Zum Beispiel folgende drei Frauen aus drei Generationen:

„Eine Dankeschön an die, denen es nicht so gut geht“

Claudia Uhrhan (56) weiß nicht mehr genau, wann sie begann, sich ehrenamtlich bei der Caritas zu engagieren. Es ist schon viele Jahre her. Ihre Motivation ist aber immer dieselbe geblieben: „Mir ist die Mitarbeit wichtig, weil wir vor Ort helfen können.“ Ihre Arbeit sei ein Dankeschön an die Menschen, denen es nicht so gut gut.

Die 56-Jährige kümmert sich in der Gemeinde St. Marien um den Martinskorb, der in allen Halterner Gemeinden stand. Dort wurden zwischen dem 4. Oktober und 11. November haltbare Lebensmittel für Bedürftige gesammelt. Uhrhan organisiert zudem den integrativen Spielenachmittag. Darüber kam sie damals auch zur Caritas. Ihr gefällt es, mit vielen Menschen in Kontakt zu treten.

Engagement für Kinder und Jugendliche

Bettina Padberg (39) schloss sich zusammen mit Anna Kemper der Caritas an. Ihre Motivation? „Wir wollten uns für Kinder und Jugendliche engagieren.“ Über eine Gutscheinaktion für Schulmaterialien versuchen sie, von Armut betroffenen Kindern unter die Arme zu greifen. Die Lehrer können sie ansprechen. Die Caritas meldet sich dann bei den Eltern, so dass die Schüler gar nichts von der Hilfsaktion mitbekommen.

„Meist geht es um kleinere Fünf-Euro-Beträge“, sagt Claudia Uhrhan im gemeinsamen Gespräch. Es sind ergänzende Beiträge. Die Hilfen werden direkt weitergegeben und sind für Schulhefte, Stifte oder einen neuen Tornister gedacht. „Das Schöne ist“, sagt Bettina Padberg, „dass die Kinder nicht mitbekommen, dass es sich um eine Hilfsaktion gehandelt hat. Es bleibt alles anonym.“

Das Glück einer Frau machte sie glücklich

Eine der ältesten Ehrenamtlerinnen in der Caritas ist Annemarie Mußmann (80). Die 80-Jährige arbeitete als Kindergärtnerin, war dadurch oft mit helfenden Händen im sozialen Bereich tätig. „Mit dem Pastor haben wir damals überlegt, wem wir zu Weihnachten eine Freude bereiten können“, sagt sie.

Kleine Briefumschläge, mit ein paar kleinen Geldscheinen gefüllt, übergaben sie gemeinsam. Die Geschichte einer Frau ist ihr heute noch in Erinnerung: „Diese freute sich so sehr, weil sie noch nie etwas geschenkt bekommen hatte. Das kann ich einfach nie vergessen“, sagt Annemarie Mußmann.

Auch jetzt im Ruhestand wolle sie sich weiter sozial engagieren. Für die Caritas-Aktion „Urlaub ohne Koffer“ kocht sie gerne. Bei der Aktion wird Pflegebedürftigen, die sonst keinen Urlaub mehr machen können, im heimischen Haltern die Möglichkeit gegeben, eine Woche lang zusammen zu kommen und spannende Aktionen zu erleben. Auch das Präventionsprojekt „pro anima“ für Kinder, deren Eltern unter einer psychischen oder einer Sucht-Erkrankung leiden, unterstützt die 80-Jährige.

Helferinnen hoffen auf Spenden

Spenden für all diese und viele weitere Projekte kommen sonst bei der Adventssammlung zusammen. Im Corona-Jahr bittet die Caritas die Halterner Bürger nun, der Organisation Spendengelder zu überweisen.

Nähere Informationen erteilen David Schütz vom Fachdienst Gemeindecaritas unter Tel. 02364-1090-54, sowie das Pastoralbüro und die Sprecherinnen der Gemeindecaritas.

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