Halterner Generation Ü60 zurück in der Fahrschule

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Der Straßenverkehr ist dichter geworden, die Anforderungen an alle Verkehrsteilnehmer hoch. Wie gut, dass es Sicherheitstrainings gibt. Die Gruppe der Über-60-Jährigen wird mit einem speziellen Angebot des Rallye-Clubs Haltern angesprochen. Wir waren mit der Videokamera beim Übungstag dabei.

HALTERN

, 24.06.2017, 06:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Halterner Generation Ü60 zurück in der Fahrschule

Heinz Sasse verhilft Dorothea von Praun zur richtigen Sitzposition

"Was seh‘ ich denn da? Den Häschen-Klammer-Griff?", fragt Kursleiter Heinz Sasse beim Fahrertraining für Halterner Senioren im ADAC-Fahrsicherheitszentrum. Wie man richtig lenkt: Das ist eine der ersten Lektionen, die die 17 Teilnehmer an diesem Morgen lernen. Auf keinen Fall sollte man die Hände oben aufs Lenkrad legen.

„Nicht übergreifen, die Hände in Viertel-vor-Drei-Stellung“: Das ist die Anweisung, die Sasse den Fahren nach der ersten Testrunde auf dem Gelände mit auf den Weg gibt. Für viele ist das ungewohnt: „Die Haltung ist doch etwas anders als meine normale“, gibt Heinz-Werner Vißmann zu. Die Rückenlehne sollte möglichst hochstehen, die Beine angewinkelt werden. „Bei ausgestreckten Armen oder Beinen gehen Verletzungen sofort bis auf die Hüfte beziehungsweise ins Schultergelenk“, so Heinz Sasse.  

Zum zweiten Mal bot der Seniorenbeirat der Stadt ein Fahrertraining für ältere Autofahrer ab 60 Jahren an, das wieder vom Rallye-Club Haltern im ADAC durchgeführt wurde. „Es ist einer der Schwerpunkte unserer Arbeit, uns dem Thema Mobilität im Alter zu widmen“, sagte Otto K. Rohde, der zweite Vorsitzende, der zusammen mit Siegfried Lindeman die Teilnehmer begrüßte.

Die Motivation, beim Training mitzumachen, war bei den Teilnehmern durchaus unterschiedlich. „Mein Sohn hat mich angemeldet, weil ich immer viel auf der Autobahn unterwegs bin und er meinte, ich sollte meine Fahrkenntnisse mal auffrischen“, berichtete ein Teilnehmer. Andere wollten bestimmte Fahrsituationen testen. „Mir geht es vor allem um das Bremsverhalten“, so Veronika Vißmann. Und Elke Breuer gibt zu: „Ich bin zurzeit verunsichert, traue mich schon kaum noch auf die Autobahn“, gibt Elke Breuer zu.

Kritische Anmerkungen zu ihrem Fahrverhalten aus dem Bekanntenkreis haben sie bewogen, ihre Kenntnisse aufzufrischen. „Den Führerschein macht man in jungen Jahren, aber normalerweise gibt es nie weitere Schulungen“, so Heinz Sasse. „Es ist deshalb sehr sinnvoll, die Kenntnisse mal zu erneuern, zumal sich auch technisch an den Autos sehr viel verändert hat.“

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