Was Wernher von Braun, der „Vater der Mondlandung“, mit Haltern am See zu tun hat

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Luft- und Raumfahrt haben ihn immer fasziniert. 1968 konnte Hubert Berkenkamp seiner Sammlung ein Autogramm des „Vaters der Mondlandung“ hinzufügen: Er bekam Antwort von Wernher von Braun.

Haltern

, 20.07.2019 / Lesedauer: 3 min

1968 schrieb Hubert Berkenkamp einen Brief nach Huntsville Alabama in den USA. Und er bekam einige Wochen später Antwort. In dem Umschlag, der mit Luftpost in Haltern ankam, steckte eine Unterschrift von Wernher von Braun, dem deutschen Wissenschaftler, der maßgeblich am der Entwicklung der amerikanischen Mondlanderakete Saturn und dem Mondlandeprogramm Apollo beteiligt war.

Hubert Berkenkamps Faszination für die Raumfahrt wurde schon in seiner Kindheit geweckt. „Ich erinnere mich an einen Spaziergang mit meinen Eltern 1957, als der russische Sputnik-Sattelit die Erde umkreiste. Es war ein klarer Abend und wir glaubten, den Satelliten gesehen zu haben“, sagt Hubert Berkenkamp. Von da an ließ ihn das Thema nicht mehr los.

Hubert Berkenkamp führte das Café am Turm

Nach seinem Realschulabschluss überlegte Berkenkamp, eine Ausbildung bei der Lufthansa zu machen. „Als ich aber erfuhr, dass diese in Hamburg stattfand, habe ich es bleiben lassen, dafür war ich zu heimatverbunden“, sagt er schmunzelnd.

Hubert Berkenkamp absolvierte stattdessen eine Ausbildung zum Konditor und übernahmen von seinen Eltern, Hubert senior und Annie Berkenkamp, das Café am Turm an der Zaunstraße, in dem sich heute das Hotel am Turm befindet. 1984 gab er den Betrieb allerdings auf.

An den Juli 1969, als die Apollo-Kapsel auf dem Mond landete, erinnert sich Hubert Berkenkamp noch gut. „Ich habe die Übertragung der Mondlandung stundenlang im Fernsehen verfolgt“, erinnert er sich. „Es waren Sommerferien, deshalb konnte ich so lange am Fernseher aushalten.“

Am 21. Juli 1969 betrat der erste Mensch den Mond

Am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr mitteleuropäischer Zeit betraten im Zuge der Mission Apollo 11 die ersten Menschen den Mond, Neil Armstrong und Edwin Aldrin. Armstrongs Satz „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit“, ist seitdem legendär. In den folgenden drei Jahren fanden fünf weitere bemannte Mondlandungen des Apollo-Programms statt.

Wernher von Braun, der für die Nazis in Penemünde auf Usedom die Trägerrakete V2 entwickelt hatte, mit der Angriffe auf London, die Niederlande und Belgien geflogen wurden, siedelte nach Kriegsende bereits im Juni 1945 mit 126 weiteren deutschen Wissenschaftlern in die USA über, wo er das System der Trägerraketen bis zur Mondlandung weiterentwickelte.

Die Antwort kam per Luftpost

Hubert Berkenkamp hatte seinen Brief nach Huntsville schon vor der Mondlandung abgeschickt. „Als der Antwortbrief zurückkam, hätte meine Mutter in fast zerrissen, weil sie den Luftpostumschlag für Werbung hielt“, erinnert sich Berkenkamp. Das Autogramm hat er zusammen mit dem Brief eingerahmt. Zum 50. Jahrestag der Mondlandung beschäftigt ihn das Thema erneut. „Ich werde mir sicher die eine oder andere Dokumentation darüber ansehen“, sagt er.

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