Halterner Parteien gehen gegen OGS-Regel vor

Politik einig

Die Halterner Parteien sind sich einig: Eine Offene Ganztagsschule (OGS) muss flexibel sein. Sie verfassten deshalb eine gemeinsame Resolution, die am Dienstag (14. März) in der Schulausschuss-Sitzung verabschiedet werden soll. Die Initiative dazu ergriff die CDU - und lieferte Gründe.

HALTERN

, 10.03.2017, 05:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Halterner Parteien gehen gegen OGS-Regel vor

Die Gestaltung des Offenen Ganztages muss flexibler werden. Darüber sind sich die Halterner Politiker einig.

Von den Mitgliedern des Landtages und der Landesregierung erbitten CDU, SPD, Grüne, Wählergemeinschaft und FDP eine klare Formulierung bezüglich des OGS-Besuches. Trotz einer Anmeldung in der Offenen Ganztagsschule müsse den Kindern Zeit für Familienleben und Vereinsaktivitäten bleiben.

Dazu müsse Ministerin Sylvia Löhrmann den Erlass klarer formulieren. Aktuell heißt es: „Die OGS bietet zusätzlich zum Unterricht Angebote außerhalb der Unterrichtzeit an. Der Zeitrahmen erstreckt sich in der Regel über alle Unterrichtstage von 8 bis 16 Uhr.“

Die Stadt Haltern hatte bislang Großzügigkeit walten lassen. Die Definition „in der Regel“ ließ das ihrer Meinung nach zu. In Absprache mit der jeweiligen Grundschule konnten Kinder auch an nur drei Tagen in die OGS geschickt werden.

Die Kommunen werden allerdings von der Bezirksregierung angehalten, OGS verpflichtend an fünf Tagen anzubieten. Andernfalls würden Landes-Zuwendungen zurückgefordert.

„Der aktuelle Erlass trägt aufgrund seiner Formulierung allgemein zur Verunsicherung bei“, kritisieren die Halterner Parteien. Mittelfristig sei die Landespolitik gefordert, ein Betreuungs- und Bildungskonzept im Ganztagsbereich zu entwickeln, das die Bedürfnisse junger Eltern stärker berücksichtige.

Bekanntlich hat sich in Haltern eine Elterninitiative „Für eine familienfreundliche Offene Ganztagsschule“ gegründet. Diese fordert eine OGS mit flexiblen Abholmöglichkeiten, die im Sinne der Träger allerdings gewissen Regeln und Planbarkeiten unterliegen soll. Die Halterner Initiative fand inzwischen etliche Nachahmer in anderen Städten Nordrhein-Westfalens.

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