Halterner wird Gewinn am Telefon versprochen: Polizei rät Betroffenen immer zur Anzeige

Gewinnspiel-Betrug

„Sie haben gewonnen“, verspricht eine Anruferin einem Halterner. Er müsse aber noch seine Kontodaten angeben. Da wurde der Mann stutzig. Nur eine von vielen Betrugsmaschen, sagt die Polizei.

Haltern

, 17.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Misstrauen am Telefon ist wichtig: Beim geringsten Zweifel legt man besser gleich auf.

Misstrauen am Telefon ist wichtig: Beim geringsten Zweifel legt man besser gleich auf. © picture alliance / dpa

Über die Nachricht, dass man etwas gewonnen habe, freut sich wahrscheinlich zunächst jeder. Nur wenn man gar nicht an einem Gewinnspiel teilgenommen hat, sollte man aufpassen. Einem Halterner ist vor Kurzem genau das passiert.

Er wurde von einer Frau angerufen, die ihm verkündete, dass er eine Reise gewonnen habe. Und zudem noch 500 Euro. Sie stellte sich als Frau Schmidt von irgendeinem Institut vor, so schnell habe er den Namen nicht verstanden, teilte er der Redaktion mit. Anschrift und sein Geburtsdatum kannte die Anruferin bereits. Doch für die Überweisung müsse er noch seine Iban angeben. Daraufhin wurde er glücklicherweise stutzig, wie er hinterher berichtete. Er fragte, ob diese nicht bei der schriftlichen Gewinnbenachrichtigung abgefragt werden könne - die Frau ließ aber nicht locker. Letztendlich gelang es ihm, sie abzuwimmeln.

Die Polizei warnt seit Jahren vor diesen Betrugsmaschen, ob per Telefon, Brief oder E-Mail. In Haltern habe er aber keine Kenntnis von einer aktuellen Häufung an Vorfällen, sagt Michael Franz von der Polizei in Recklinghausen. „Es kommt immer mal wieder vor“, so Franz - in allen Städten im Zuständigkeitsbereich. Das Dunkelfeld mag höher sein, da Betroffene oft nur dann Anzeige erstatten würden, wenn ihnen ein Schaden entstehe, erklärt der Polizeisprecher.

Die Methoden sind immer ähnlich, ihnen gemein ist, dass die Opfer nur gegen eine Gegenleistung an die versprochenen Gewinne kommen sollen. Oft müssen sie sogar erst selbst Geld überweisen. In Olfen wurde am Mittwoch bei einer NRW-weiten Razzia eine Frau festgenommen. Sie soll an ähnlichen Betrügereien beteiligt gewesen sein.

Der Halterner habe noch rechtzeitig reagiert, sagt Michael Franz. Er empfiehlt trotzdem, auch in solchen Fällen Anzeige zu erstatten. „Nur dann können wir einschätzen, wie viele Vorfälle es gibt.“ Er rät grundsätzlich dazu, keine persönlichen Daten preiszugeben. Mit den persönlichen Daten und der Kontoverbindung könnten zum Beispiel online Bestellungen getätigt werden.

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