Halterner wollen umweltfreundliche Einkaufstaschen

Diskussion um Plastiktüten

In Haltern sollen weniger Plastiktüten, die bis zu 500 Jahre lang die Umwelt belasten, in Umlauf gebracht werden. Dafür setzt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ein, die das Thema in der nächsten Ratssitzung diskutieren will.

HALTERN

, 25.02.2015, 18:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Halterner wollen umweltfreundliche Einkaufstaschen

Josef Löbbing und Christiane Quinkenstein von der Stadtagentur präsentieren die Stoffbeutel mit Halterner Logo, die man erwerben kann.

Auf Vorschlag der Grünen soll die Verwaltung bei den ortsansässigen Kaufleuten dafür werben, freiwillig auf die Ausgabe von Plastiktüten zu verzichten.

Am besten sei, Stofftaschen oder einen Einkaufskorb zu verwenden, argumentieren die Grünen. Einige Geschäfte in Haltern würden bereits Stoffbeutel oder Taschen aus Papier anbieten. Die Grünen setzen darauf, dass die Imagepflege und Kundenwerbung durch die Aktion „Haltern verzichtet auf Plastiktüten“ überzeugend wirkt.

Gemeinsame Lösung anvisiert

Wie Christoph Kleinefeld (Werbegemeinschaft) und Josef Löbbing (Stadtagentur) gestern auf Nachfrage bestätigten, denken Kaufleute und Verwaltung bereits über eine gemeinsame Lösung zur Vermeidung von Plastiktüten nach. „Das Problem der Umweltbelastung sehen wir natürlich auch“, erklärte Kleinefeld.

Außerdem „bringt uns der Kunde auf den richtigen Pfad“, denn der Verbraucher sei sensibilisiert und äußere seine Wünsche. Der Werbeeffekt mithilfe einer gezielten Aktion für die Geschäfte in Haltern werde allerdings überschätzt, meint Kleinefeld.

Pro und Contra

Kaufleute und Stadt überlegen, einen Stoffbeutel in Kooperation in Umlauf zu bringen. Darüber sollte schon gestern Abend bei der Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft gesprochen werden. Bisher werden Stofftaschen zum Preis von 1,50 Euro nur von der Stadtagentur angeboten. Ob sie demnächst den Plastiktüten in Haltern den Rang ablaufen? Ihre Herstellung, besonders bei Verwendung von Baumwolle, verläuft zwar auch nicht umweltschonend. Aber sie haben in der Regel eine längere Lebensdauer. 

Der Einsatz von Papiertüten sei aber nicht sinnvoll, sagte Kleinefeld. Ihre Klimabilanz sei ebenfalls fragwürdig. Außerdem landeten sie genau wie das Pendant aus Plastik meist nach dem ersten Gebrauch im Müll. 

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