Halternerin hält Fußgängerüberweg für gefährlich

Unterschriftensammlung

"Der Straßenübergang ist gefährlich, besonders für Kinder", sagt Dominique Backmann. Seit Jahren kritisiert die Halternerin die Überquerung für Fußgänger über den Schüttenwall an der Kreuzung Sixtusstraße/Lippstraße. Jetzt will sie mit einer Unterschriftensammlung erneut auf das Thema aufmerksam machen.

HALTERN

, 25.02.2016, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Grünphase sei bei dieser Straßenüberquerung extrem kurz, sagt Dominique Backmann. "Kinder schaffen es oft nicht, die Straße komplett zu überqueren. Sie stehen dann auf der sehr schmalen Mittelinsel. LKW fahren sehr eng an dieser Insel vorbei, weil am Straßenrand parkende Autos stehen."

Dominique Backmann macht sich Sorgen um die kleinen Verkehrsteilnehmer: "Wie oft drängeln und schubsen sie, wie schnell kann etwas passieren", warnt sie. Vor zwei Jahren hat sie einen Brief in dieser Angelegenheit an die Stadt geschrieben, auch unsere Zeitung berichtete bereits über die Situation.

Mast soll abgebaut werden

Bürgermeister Bodo Klimpel teilte ihr im November vergangenen Jahres mit, dass der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW die Signale am Mast auf der Mittelinsel entfernen werde, damit Fußgänger nicht das Gefühl hätten, auf der Insel stehen bleiben zu müssen. Außerdem werde die Ampelphase verlängert. "Passiert ist aber noch nichts", sagt Dominique Backmann, deren jüngste Tochter die Marienschule besucht.

Jetzt hat sie eine Unterschriftensammlung gestartet. "Vor allem die Eltern der Schulkinder möchte ich ansprechen, auch die Geschäfte an der Lippstraße könnten die Listen auslegen. Das Problem betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene und vor allem ältere Menschen", sagt sie.

Heute ist es "ganz anders"

Parallel dazu hat inzwischen Ratsherr Wolfgang Ulke (CDU) im Namen seiner Fraktion einen Antrag zur Umgestaltung des Schüttenwalls bis zum Kreisverkehr an der Volksbank formuliert. Ihm geht es darum, zu prüfen, ob der KFZ-Verkehr hier - so wie beim Ausbau der Straße in den 70er Jahren - noch vorrangig behandelt werden muss. "Damals gab es die A 43 noch nicht. Der Schüttenwall hatte zahlreiche Geschäfte. Heute stellt sich die Situation komplett anders dar", so Ulke. Unter anderem schlägt er einen Wegfall der Seitenstreifen und einen Radweg vor.

"Wir sind dran"

Die Stadt ist zurzeit dabei, die Gegebenheiten vor Ort zu bewerten. Dazu wurden unter anderem neue Zählungen des Verkehrsaufkommens vorgenommen. "Wir sind dran", sagt Baudezernent Wolfgang Kiski auf Anfrage. Da es sich aber um eine Landesstraße handelt, sind zahlreiche Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW notwendig. "In dem Zusammenhang wird natürlich auch die Mittelinsel zum Thema", so Kiski.

"Eine Lösung sollte auf jeden Fall her", sagt Dominique Backmann. Sie hat bereits Unterschriften an der Marienschule und in der OGS gesammelt. "Noch ist nichts Schlimmes passiert, aber darauf sollten wir auch nicht warten."

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