Halterns Stadtplaner müssen den Zusammenprall der Interessen managen

Meinung

Hauseigentümer rund um die Dahlienstraße kämpfen dafür, dass der alte Charme ihrer Siedlung bewahrt bleibt. Mit einer Eingabe an die Stadt wollen sie Druck machen. Ein Kommentar dazu.

Haltern

, 18.03.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der massive Neubau an der Sundernstraße ärgerte die Nachbarn, die hier seit Jahren in kleinen Einfamilienhäusern leben und sich nun bedrängt fühlen.

Der massive Neubau an der Sundernstraße ärgerte die Nachbarn, die hier seit Jahren in kleinen Einfamilienhäusern leben und sich nun bedrängt fühlen. © Jürgen Wolter

Haltern mit seinen vielen Grünflächen und dem Wasser ist ein Sehnsuchtsort für viele Menschen. Die attraktive Lage ist Segen und Fluch zugleich. Wohl dem, der ein Haus sein Eigen nennen kann. Boden- und Baupreise explodieren, für junge Paare ist es fast aussichtslos, ein Grundstück oder ein passables altes Haus zu finden. Wie verfolgen sie eine Debatte, wie sie jetzt im Rathaus stattgefunden hat?

Da möchten sich Hauseigentümer in einem schönen Stadtteil Halterns ihre Idylle bewahren und große Gärten horten, statt sie als Bauland freizugeben? Ein freistehendes Eigenheim verbraucht große Flächen und hat eine schlechte Ökobilanz. Da wird aktuell in der öffentlichen Debatte vielen Menschen ein schlechtes Gewissen eingeredet.

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Ja, die Familien wollen den Status Quo ihrer charmanten Siedlung bewahren. Was sie nicht wollen, ist, dass weiter auf großen, freiwerdenden Grundstücken überdimensionierte, alles überragende, graue statt grüne Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Leider wird in Haltern mittlerweile an etlichen Stellen genau so zeitgemäßes, zentrumsnahes Wohnen übersetzt. Das Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ist berechtigt und sollte zuallererst als ein Denkanstoß an die Stadtplaner gesehen werden.

Ihre Aufgabe ist es jetzt, den Zusammenprall der unterschiedlichen Interessen zu managen, liebgewonnene Strukturen mit Feingefühl zu optimieren sowie effektive und nachhaltige Ideen von Haltern als Stadt mit Zukunft zu entwickeln.

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